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Bahnstrecke nach Prag wieder frei

Nach einem Erdrutsch nahe Bad Schandau musste die Trasse gesperrt werden. Jetzt rollt der Zugverkehr auf einem Gleis - mit Ausnahme der S-Bahn.

Es rollt wieder im Elbtal. Die Unwetterschäden an der internationalen Bahnstrecke Dresden - Prag sind teilweise beräumt.
Es rollt wieder im Elbtal. Die Unwetterschäden an der internationalen Bahnstrecke Dresden - Prag sind teilweise beräumt. ©  Daniel Förster

Der Zugverkehr im Oberen Elbtal kommt nach den verheerenden Unwettern langsam wieder in Gang. Die internationale Bahnstrecke Dresden - Prag, die wegen eines Erdrutsches zeitweise voll gesperrt werden musste, ist seit Montagmorgen wieder befahrbar. Allerdings nur auf einem Gleis. Das Gleis, das zur Elbe zeigt, bleibt im Abschnitt zwischen Bad Schandau und Schöna weiter gesperrt.

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Den Dresdnern war während der Jahrhundertflut 2002 bundesweit geholfen worden. Nun will Dresden den aktuellen Hochwasseropfern helfen.

Am Sonntag hatten Mitarbeiter der Deutschen Bahn die Gleise an mehreren Stellen von Geröll, Schlamm und umgestürzten Bäumen befreit. Am späten Sonntagabend fuhr ein Reparaturwagen die Strecke dann final ab und gab sie auf einem Gleis für den Bahnverkehr frei. EC-Züge, die aus Hamburg und Berlin über Dresden weiter nach Prag verkehren, können seit Montagmorgen nun wieder durch das gesamte Elbtal fahren.

Da nur ein Gleis zur Verfügung steht, kommt es laut Deutscher Bahn jedoch zwischen Bad Schandau und Dečin zu Verspätungen von bis zu 60 Minuten. S-Bahn Züge fahren in dem Abschnitt zunächst weiterhin nicht. Sie enden am Nationalparkbahnhof in Bad Schandau.

Mehrere Hangrutsche hatten am Sonnabend die internationale Bahnstrecke lahmgelegt. Unter anderem lag im Bereich vom ehemaligen Rangierbahnhof Krippen Geröll und Schlamm auf den Schienen. Der Zugverkehr zwischen Sachsen und Tschechien war daraufhin eingestellt worden.

Geröll und Schlamm blockierten die Bahnstrecke zwischen Bad Schandau und Schöna. Ein Gleis ist inzwischen wieder befahrbar.
Geröll und Schlamm blockierten die Bahnstrecke zwischen Bad Schandau und Schöna. Ein Gleis ist inzwischen wieder befahrbar. © Daniel Förster

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Laut Aussage der Deutschen Bahn seien die Züge, die zu der Zeit im Elbtal unterwegs waren, noch rechtzeitig zum Stehen und nicht zu Schaden gekommen. Beide Gleise, die für den Güter-, Fern- und den Nahverkehr genutzt werden, wurden an mehreren Stellen überschwemmt. Es dauerte mehr als 24 Stunden, um den Gleiskörper zu beräumen und instand zu setzen.

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