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Bahnhof erwacht zum Leben

Der Besitzer hat im Obergeschoss eine Wohnung ausbauen lassen. Damit soll aber noch nicht Schluss sein.

© André Braun

Von Frank Korn

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Zschaitz. Es ist einiges passiert im und um das alte Zschaitzer Bahnhofsgebäude. Die erfreulichste Nachricht ist, dass schon bald wieder jemand dort wohnen wird. „Wir haben über den Winter die Wohnung im Obergeschoss hergerichtet“, sagt Karl Prünstner, der den Bahnhof im November 2015 für 6 500 Euro ersteigert hat. Anfang März beziehe ein Rentnerehepaar diese Wohnung, informiert Prünstner.

Mit seiner Firma Villaruspa GmbH, die in Delitzsch ansässig ist, entwickelt Prünstner Bahnhöfe zu Wohnhäusern. Von außen sieht das Gebäude aus wie immer. Aber innen wurde in den vergangenen Monaten fleißig gewerkelt. „Wir haben neue Wasser- und Abwasserinstallation und neue Elektrik eingebaut. Das Bad wurde komplett saniert“, so Prünstner. Die Wohnung im Obergeschoss sei früher vom ehemaligen Bahnhofsvorsteher bewohnt worden. Prünstner freut sich, dass sie nun wieder genutzt wird.

Auf dem Außengelände wurde ein alter Schuppen links neben dem Bahnhofsgebäude abgerissen. „Der war vom letzten Sturm noch mehr beschädigt worden und nicht mehr zu reparieren“, so Prünstner. Der weitere Ausbau soll sich bis ins Jahr 2019 hinziehen. Karl Prünstner will im Erdgeschoss zwei weitere Wohnungen einbauen. Doch das wird erheblich aufwendiger als im Obergeschoss. „Unten war neben dem Fahrkartenschalter eine Paketabfertigung. Dort liegt jetzt noch Holzboden. Das heißt, wir müssen eine Bodenplatte einziehen“, so der Unternehmer. Zudem müsse das Gebäude energetisch saniert werden. Allerdings will Prünstner, der den Ausbau mit seiner in Ichenhausen (Bayern) ansässigen Baufirma stemmt, dafür vorwiegend die Wintermonate nutzen. „In dieser Zeit lässt sich das am leichtesten eintakten“, erklärt er.

Der Bürgermeister der Gemeinde Zschaitz-Ottewig, Immo Barkawitz (parteilos), findet es gut, dass das Bahnhofsgebäude wieder genutzt werden soll. „Das ist allemal besser, als wenn es eine Ruine wird. Mit dem alten Schuppen neben dem Bahnhof ist auch ein Schandfleck verschwunden“, so Barkawitz.