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Bald mehr Züge von und nach Dresden

Eine private tschechische Bahnfirma will im Elbtal für mehr Verkehr sorgen. Bald sollen täglich sechs Züge die Strecke bedienen. Auch die Deutsche Bahn hat Pläne.

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© Archivbild: Marko Förster

Prag. Die tschechische private Bahnfirma Leo Express will zum diesjährigen Fahrplanwechsel am 9. Dezember den Betrieb von täglich sechs Zugpaaren von Prag über Dresden nach Berlin aufnehmen.

Einen entsprechenden Antrag auf Streckenbelegung hat Leo Express Anfang Februar beim tschechischen Amt für Zugang zur Bahninfrastruktur UPDI eingereicht. „Wir sind am Betrieb dieser Strecke interessiert“, bestätigte Leo-Sprecherin Katerina Veitova gegenüber der Sächsischen Zeitung. Der Antrag bei UPDI ist der erste Schritt. Über die Vergabe entscheidet die staatliche Netzgesellschaft SZDC.

Leo Express übernahm im Sommer letzten Jahres den Betrieb der Strecke Berlin-Stuttgart von der insolventen Firma Locomore. Mit den Zügen zwischen Prag und Berlin könnte Leo beide Linien miteinander verbinden. Der Ticketverkauf für Stuttgart-Berlin und das Marketing in Deutschland läuft über Flixbus, mit dem Leo schon länger kooperiert. Ob das auch ein Modell für die Strecke Prag-Berlin wird, wollte Leo Express nicht bestätigen.

Mit dem neuen Wettbewerber würde sich die Dichte direkter Züge zwischen Dresden und Berlin einschließlich zweier IC-Züge am Morgen auf täglich 14 fast verdoppeln. Ähnlich ist die Situation zwischen Dresden und Prag, wo heute täglich sieben Eurocity fahren. Auch die Halte Bad Schandau, Elsterwerda und Doberlug-Kirchhain werden bedient. Doch auch die Deutsche Bahn ruht nicht. Wie schon vor längerem angekündigt, startet ab Dezember 2019 ein neuer IC von Warnemünde über Berlin nach Dresden. (SZ/Neumann)