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Bananen-Ernte in Ullersdorf

Zehn Jahre lang hat Andreas Schmidt eine Bananenstaude gehegt und gepflegt. Dafür wird er jetzt belohnt.

© Bernhard Donke

Von Bernhard Donke

Bei Bananen denkt man doch sofort an die wärmeren Regionen der Erde, wo diese gedeihen. Doch auch in unseren Regionen können sie gedeihen. Das beweist Andreas Schmidt in Ullersdorf. Er hat seit etwa zehn Jahren eine Zwergbananenstaude (lat. Musa acuminata) in seinem Wintergarten stehen. Und jetzt kann er erstmals seine erste Bananenernte einfahren, worauf sich schon die ganze Familie einschließlich seiner Eltern freut.

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Natürlich sei es nicht mehr jene Bananenstaude, die er einst als Ablegerpflanze in einem hiesigen Baumarkt kaufte, von der er jetzt ernte, sagt Schmidt. Es sind sozusagen die Enkel der damaligen Staude, die dritte Generation, die ihm zum ersten Mal eine Bananenernte beschert.

Im Wintergarten des 54-Jährigen stehen neben der Bananenstaude noch viele andere exotische Pflanzen, Bäumchen und Sträucher: Orangen, Zitronen, Feigen, Mango, Ananas. Sogar ein Moringa-Bäumchen ist zu sehen. Fast alle haben schon einmal Früchte getragen. „Doch mit der Bananenstaude ist mir das erstmals gelungen“, sagt Schmidt stolz.

Vor etwa vier Wochen begann die Pflanze zu blühen. Dann setzte sie etwa 160 kleine Bananen an, die nun langsam wachsen und hoffentlich auch gut reifen. „Wir sind alle gespannt, wie die Bananen schmecken werden“, sagt Andreas Schmidt. Sein Tipp für Nachahmer: wenig Pflege und viel Geduld. Die Staude benötige gut zweieinhalb Jahre, um zu blühen und Früchte zu tragen. Nötig seien ausreichend Wasser und Licht. Die Temperatur im Wintergarten, im Boden wie auch in der Luft, sollte nie unter zehn Grad Celsius sinken, sagt Schmidt. Dass die Bananenstaude nach der Ernte eingehen könnte, hat der Züchter auch schon ins Kalkül gezogen und deshalb einen Ableger der Staude gesichert. Damit will er sich dann erneut eine Staude heranziehen. „Mal sehen, ob diese mir dann auch einmal eine Bananenernte beschert“, sagt Schmidt.

Die Haltung exotischer Pflanzen hat Andreas Schmidt von seinem Vater Günter Schmidt geerbt. Auf dessen Grundstück in Waldhufen-Ullersdorf standen schon mal eine acht Meter hohe Palme und australische Kiwis. Er hat die Leidenschaft für diese Pflanzen an seinen Sohn weitergegeben. „Mir macht es Freude, exotische Pflanzen zu züchten“, sagt Andreas Schmidt. „Es ist auch eine Herausforderung an das eigene gärtnerische Können.“