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Baustart am Mortelbach

Das Bachbett wird renaturiert. Das Geld ist vorhanden, jetzt müssen nur noch die Temperaturen mitspielen.

© André Braun

Von Andreas Neubrand

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Waldheim. Die Revitalisierung des Mortelbachs kann beginnen. Die Fördermittel sind eingetroffen. „Die Bauzäune sind schon vor Ort und wir haben mit der Rodung des Geländes begonnen“, so Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). „Wir hoffen, dass so bald wie möglich mit den Arbeiten angefangen werden kann. Aber das ist abhängig von den Temperaturen.“

Allerdings haben sich die Kosten erhöht. Der anfangs veranschlagte Preis von rund 400 000 Euro liegt nun bei 507 000 Euro. „Seit der ursprünglichen Planung gab es jedoch eine Änderung in der Summe und damit auch einen anderen Zuwendungsbescheid von der Landesdirektion Sachsen“, so der Bürgermeister. Die Kosten sind zwar gestiegen, aber da die Quote der Fördermittel konstant bei 90 Prozent liegt, auch die Summe der Fördermittel. Da in den Gesamtkosten von 507 000 Euro schon 27 000 Euro für den zweiten Bauabschnitt enthalten sind, erhält die Stadt für den ersten Bauabschnitt 432 000 Euro an Fördergeld. Die Arbeiten übernimmt die Firma Fuxx Bau GmbH aus Klipphausen. Dies beschlossen die Mitglieder des Technischen Ausschusses in der Novembersitzung einstimmig.

Nun kann die Stadt nur auf frostfreie Tage hoffen, denn bevor die Vegetationsphase beginnt, muss der erste Abschnitt des Mortelbachs fertiggestellt werden. Der reicht von der Mündung in den Gebersbach bis zum Feuerwehrdepot. An dieser Stelle befinden sich zwei Durchlassbauwerke, die aber erhalten bleiben sollen. „Doch das Bachbett wird etwas kurviger und damit naturnaher gestaltet“, wie Toralf Pönisch, vom Tiefbauamt der Stadt Waldheim kürzlich sagte. Dasselbe ist auch für den restlichen Bachlauf in dem rund 200 Meter langen Abschnitt geplant. Erst soll der Bewuchs entfernt werden, dann das Gewässerbett hergerichtet und zum Schluss das Areal neu bepflanzt werden.

Die Renaturierung des Mortelbachs hat die Stadt ihn in vier Abschnitte aufgeteilt. Die drei restlichen Abschnitte sollen in den nächsten Jahren neu gestaltet werden. Ziel ist es, den Mortelbach naturnah anzulegen und damit ökologisch aufzuwerten. Dabei sollen sogenannte Wasserbausteine zum Einsatz kommen, die einerseits die Fließgeschwindigkeit reduzieren und dem Hochwasserschutz dienen.