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Baustelle bei der Feuerwehr

Die Ebersbacher Feuerwehrleute bekommen jetzt einen Umkleideraum. Die Beichaer sind auch noch dran.

© André Braun

Von Jens Hoyer

Döbeln. In der Wand des Ebersbacher Gerätehauses klafft ein Loch. Groß genug für eine Tür. „Der Handwerker hat fast zwei Tage dafür gebraucht“, sagt Andreas Haynert und zeigt auf die mächtige Mauer, die zwischen den beiden Garagen durchbrochen werden musste. Der ehemalige Wehrleiter der Ebersbacher Feuerwehr kümmert sich um den Umbau des Hauses, der gerade läuft. 1989 hatten die Ebersbacher Feuerwehr in Eigenleistung an das alte Gerätehaus noch einen zusätzlichen Stellplatz angebaut. 26 Jahre später wird der wiederum umgebaut. Die Feuerwehrleute bekommen jetzt endlich einen vernünftigen Umkleideraum. Dazu gehören auch Sanitärräume mit einer Dusche. Diesen Komfort gibt es bisher nicht. Während des Umbaus müssen die Feuerwehrleute improvisieren. Im Schulungsraum hat jeder Kamerad seine Einsatzkleidung griffbereit auf einem Stuhl gestapelt.

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Für die Feuerwehrleute verbessern sich die Bedingungen durch den Umbau deutlich. Bisher mussten sie sich im Einsatzfall in der Halle direkt neben dem Einsatzfahrzeug umziehen. „Das ist nicht nur gefährlich. Die Kameraden müssen auch die Abgase einatmen“, sagte Haynert. Bis September soll der Umbau abgeschlossen werden. Finanziert wird das Vorhaben mit Geld aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum und der Kommune. Die Stadt hatte die Leistungen für Heizungsbau, Elektrik sowie Fliesen-, Maler- und Trockenbauarbeiten nach einer beschränkten Ausschreibung an Firmen der Region vergeben.

Noch nicht ganz so weit ist die Stadt mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Beicha, wo die Bedingungen für die Feuerwehrleute derzeit noch ungünstiger sind. Das Fahrzeug ist in einer Garage untergestellt, die sich in fremdem Eigentum befindet und nicht im mindesten die Anforderungen des Arbeitsschutzes noch der Vorschriften zur Unterstellung von Feuerwehrfahrzeugen erfüllt. Noch in diesem Jahr soll eigentlich mit dem Neubau einer Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen an der ehemaligen Schule begonnen werden. Diese hat die Kommune in Erbpacht. Die Fördermittel sind in Aussicht gestellt. Allerdings seien sie noch nicht bewilligt, sagte Baudezernent Thomas Hanns. Für den Neu- und Umbau hat die Stadt rund 560 000 Euro eingeplant. Rund 200 000 Euro muss sie selbst aufbringen.

Ins neue Gerätehaus soll dann ein Tanklöschfahrzeug aus Döbeln als zweites Fahrzeug umgesetzt werden. Die Döbelner bekommen einen größeren Tanker, der mehr Wasser für Brände auf der Autobahn mit sich führen kann. Die Ausschreibung ist in Vorbereitung, der Kauf soll im kommenden Jahr erfolgen. Noch vor der Sommerpause hatte der Stadtrat einer Kooperationsvereinbarung mit Waldheim zugestimmt. Bei Bedarf können die Döbelner mit dem neuen Fahrzeug für Einsätze in Waldheim angefordert werden. Im Gegenzug verpflichtet sich Waldheim, 15 Jahre auf die Beschaffung eines baugleichen Fahrzeuges zu verzichten. Dadurch erhält Döbeln die Höchstförderung von 215 000 statt nur 153 000 Euro für die Anschaffung. Die Gesamtkosten für das neue Fahrzeug werden auf 385 000 Euro geschätzt.