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Bautzen: Das neue Gesicht bei Montessori

Die Grundschule an der Tzschirnerstraße hat eine neue Leiterin. Vor allem zwei Dinge sind ihr wichtig.

Annegret Klan leitet seit Juli die Montessori-Schule in Bautzen. Dafür hat sie in den letzten zwei Jahren noch einmal studiert.
Annegret Klan leitet seit Juli die Montessori-Schule in Bautzen. Dafür hat sie in den letzten zwei Jahren noch einmal studiert. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Es ist ruhig auf den Gängen der Montessori-Schule. Nur das Sekretariat und das Büro der Schulleiterin sind noch besetzt. „Es ist ein aufregender Tag“, sagt Annegret Klan. Die 51-Jährige leitet die Bautzener Grundschule seit Juli. Es ist eine schwierige Zeit für diesen Neubeginn. „Seit Sonntag haben wir den ersten Corona-Fall“, erklärt sie. Gerade ist sie dabei, einen Plan zur Absicherung des Unterrichts zu erarbeiten.

Annegret Klan hat am ersten Sommerferientag den Staffelstab von ihrer Vorgängerin übernommen. „Es ist eine große Aufgabe und eine große Ehre, das fortzuführen, was Änne Dürigen hier aufgebaut hat“, sagt sie. Eine Aufgabe, für die sie in den letzten zwei Jahren berufsbegleitend das Studium der Montessori-Pädagogik absolviert hat. Erst am Sonnabend hatte sie ihre letzte Prüfung dafür.

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„Die ersten Wochen waren sehr anstrengend“, resümiert sie. Neben der Einarbeitung in die neue Rolle als Schulleiterin begleitet sie eine Lerngruppe im Unterricht. „Man trägt als Schulleiterin natürlich eine ganz andere Verantwortung. Und das Thema Corona schwebte immer mit, ich hatte es immer im Hinterkopf“, sagt Annegret Klan. Auch am Sonntag war sie deswegen im Büro - um den weiteren Betrieb des Schulalltags zu organisieren. Die Schüler werden nun in ihren Lerngruppen bleiben und nicht in die Fachklassen wechseln.

Es war Zeit für eine neue Aufgabe

Trotz allem strahlt sie Ruhe und Gelassenheit aus. „Je mehr Ruhe ich bewahren kann, umso mehr Stabilität kann ich den Schülern und meinem Team bieten. Das habe ich vor allem dem Rückhalt durch meine Familie und das gesamte Schulteam zu verdanken“, sagt sie. Außerdem bete sie immer wieder oder fahre ins Bautzener Kloster, um eine Kerze anzuzünden.

Die Entscheidung für die neue Position sei ein Prozess über mehrere Jahre gewesen. Ein Wechsel in eine Führungsposition habe für sie aber ohnehin angestanden: „Es war einfach dran, nochmal Schwung zu holen für eine neue Aufgabe.“ Zuletzt war Annegret Klan Lehrerin an der Sorbischen Grundschule in Radibor. Änne Dürigen, die sie aus der Kirchgemeinde kennt, hatte sie irgendwann angesprochen, ob sie sich vorstellen könne, die Leitung der Montessori-Grundschule in Bautzen zu übernehmen.

Regelmäßiger Kontakt zur Vorgängerin

„Als die Stelle dann im letzten Herbst tatsächlich ausgeschrieben wurde, habe ich nochmal alles in die Waagschale geworfen. Denn ich glaube, so eine Chance bekommt man nur einmal“, sagt sie. Nach wie vor steht sie in Kontakt mit ihrer Vorgängerin, fragt sie um Rat oder schickt ihr ein paar Fotos aus dem Schulalltag.

Sie sei aber keine zweite Änne Dürigen, betont sie. Das muss sie auch gar nicht. Sie sei vom Lehrerkollegium schnell aufgenommen und anerkannt worden. „Ende September hatten wir eine intensive Klausurtagung. Danach hat mich eine Kollegin angesprochen und gefragt, ob ich merke, wie sehr ich schon angekommen bin. Ich bin dankbar, dass mich dieses eingespielte, vielfältige Team in so kurzer Zeit so gut aufgenommen hat“, sagt Annegret Klan.

Das Kollegium wünscht sich neue Impulse

Inzwischen scheint sie tatsächlich angekommen zu sein in ihrer neuen Rolle. „Es hat sich alles gefügt. Ich kann hier mein Christsein und meine Begeisterung für die Montessori-Pädagogik zusammenbringen“, sagt Annegret Klan. Die Bautzenerin hat am sorbischen Institut für Lehrerbildung studiert. Ihre zwei Töchter haben an der Montessori-Grundschule gelernt.

„Ich sehe meine Aufgaben darin, in einer Zeit des Übergangs Stabilität zu schaffen und die Montessori-Pädagogik in eine neue Zeit zu tragen“, sagt sie mit Hinblick auf anstehende Themen wie beispielsweise die Digitalisierung. Das Kollegium wünsche sich neue Impulse, die sie, sobald die Zeiten etwas ruhiger sind, auch geben möchte.

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