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Romantica findet trotz verschärfter Corona-Lage statt

Bautzen lädt für Sonnabend zur beliebten Einkaufs- und Erlebnisnacht ein. Daran ändern auch die angekündigten schärferen Corona-Regeln nichts. So soll es laufen.

Von Theresa Hellwig & Lucy Krille
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René Meißner (l.) und Dietmar Stange freuen sich auf das Comeback der Einkaufsnacht Romantica in Bautzen. Die Organisatoren von zwei Vereinen wollen damit vor allem die Händler unterstützen.
René Meißner (l.) und Dietmar Stange freuen sich auf das Comeback der Einkaufsnacht Romantica in Bautzen. Die Organisatoren von zwei Vereinen wollen damit vor allem die Händler unterstützen. © Steffen Unger

Bautzen. Die Bautzener Innenstadt präsentiert sich an diesem Sonnabend unter dem Motto „Comeback der Herzen“ - daran ändert auch die Verschärfung der Corona-Regeln nichts. Das teilt Dietmar Stange, Vorsitzender des Bautzener Tourismusvereins, mit.

Während im vorigen Jahr pandemiebedingt keine Einkaufsnacht stattfinden konnte, sind die Besucher diesmal wieder zwischen 16 und 22 Uhr zur Romantica in die Innenstadt eingeladen.

Da es seit anderthalb Jahren keine hauptamtlich beschäftigte Citymanagerin mehr gibt, haben der Tourismusverein und der Innenstadtverein die Romantica diesmal gemeinsam auf die Beine gestellt. „Es ist völliges Neuland, dass die Einkaufsnacht ausschließlich ehrenamtlich organisiert wird“, beschreibt der neue Vorsitzende des Innenstadtvereins, René Meißner, den Prozess der letzten acht Wochen. Meißner folgte auf Bernd Bimmrich, der den Vorsitz abgegeben hat, weil er sich seit Juni als Präsident von Budissa Bautzen neuen ehrenamtlichen Aufgaben widmet.

Veranstalter wollen zurück zu den Wurzeln

Dieses Jahr haben sich die Veranstalter bewusst gegen Kostüme und ein Thema - wie zuletzt 2019 - entschieden. Die Organisatoren begründen dies mit dem eigentlichen Gedanken der Romantica: einem Händlerfest, das seine Wurzeln in den Läden hat. Der Fokus solle wieder stärker auf dem Einkaufserlebnis liegen. „Es ist von den Händlern gewünscht, das Geschehen zurück in die Läden zu bringen“, sagt Meißner. Sie hätten es durch die Corona-Pandemie und den Personalmangel gerade besonders schwer.

Das Motto „Comeback der Herzen“ richte sich somit an die Besucher, aber vor allem an die zahlreichen kleinen Läden in Bautzen. Dietmar Stange ergänzt: „Das größte Glück wäre, wenn bei den Händlern eingekauft wird und die Romantica wirklich eine Einkaufsnacht hervorbringt.“ Die Veranstaltung sei ein kleiner Beitrag gegen das Innenstadt-Sterben.

Über 100 Läden nehmen teil

Die teilnehmenden Straßen, darunter Goschwitzstraße, Buttermarkt und Wendischer Graben, werden nicht abgesperrt. Durch Illuminationen soll die Innenstadt aber wieder in romantisches Licht getaucht werden. Musik und Tanz sind auch geplant, allerdings werden die Acts vorher nicht angekündigt. Damit wollen die Organisatoren Menschenansammlungen vermeiden und den Fokus auf die Läden legen. Für die Einhaltung der Hygienemaßnahmen sind die Ladenbetreiber und Gaststätten-Inhaber selbst zuständig.

Laut Veranstaltern haben bisher insgesamt 120 Händler ihre Teilnahme zugesichert, zirka die Hälfte davon im Kornmarkt-Center. Die Vereine hoffen auf weitere Zusagen, um den Besuchern eine große Vielfalt zu bieten. Und sie setzen auch auf die Zusammenarbeit mit Hoteliers. „Die Romantica ist eine gute Möglichkeit, das ganze Wochenende in Bautzen zu bleiben, um Verwandte zu besuchen oder die Stadt neu kennenzulernen“, ist sich René Meißner sicher. Dem Tourismus könne solch eine Veranstaltung nur guttun.

Spenden sind willkommen

Neben der Möglichkeit, in die Gaststätten und Cafés einzukehren, wird es auf dem Kornmarkt und dem Hauptmarkt jeweils eine Verweilzone mit einem Speisen- und Getränkeangebot geben. Dort gilt wegen Corona eine Beschränkung der Besucherzahl. Impf- oder Genesenen-Nachweise sind für diesen Bereich aber nicht notwendig.

Für die Organisation und Durchführung des Events sammelt die Schatzmeisterin des Innenstadtvereins, Barbara Nowack, bei den Läden auf freiwilliger Basis einen Betrag von 50 Euro ein. Besonders freue sie sich über die Einzelhändler, die allein einen kleinen Laden betreiben und sich trotzdem beteiligen.

Neben verschiedenen Sponsoren hat auch eine Privatperson eine beachtliche Spende beigesteuert. „Ich bin dem unbekannten Spender sehr dankbar“, sagt Nowack und schiebt gleich eine Bitte hinterher: „Wer möchte, dass die Stadt weiter belebt wird, kann sich gern bei mir melden, Hilfen sind jederzeit willkommen.“