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Bautzen: Penny wird zur Markthalle

Ab nächster Woche bleibt der Penny-Markt Am Carolagarten geschlossen. Wie er nach dem Umbau aussehen soll und wann er wieder öffnet.

Ein Schild am Eingang des Penny-Marktes Am Carolagarten in Bautzen weist die Kunden darauf hin: Ab Montag bleibt die Tür geschlossen - aber nur für kure Zeit.
Ein Schild am Eingang des Penny-Marktes Am Carolagarten in Bautzen weist die Kunden darauf hin: Ab Montag bleibt die Tür geschlossen - aber nur für kure Zeit. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. "Überraschend anders" soll alles werden. Das verspricht jedenfalls ein roter Zettel, den Kunden des Penny-Marktes Am Carolagarten in Bautzen jetzt beim Einkauf mitbekommen. Darauf informiert die in Köln ansässige Penny Markt GmbH, dass der Markt im Bautzener Osten ab 11. Oktober umgebaut wird. Die Wiedereröffnung am 20. Oktober erfolge dann "in neuer Frische".

Was damit gemeint ist, erklärt Anja Schwerdtfeger, Regionsleiterassistenz Region Ost bei der Supermarktkette: "Im Penny-Markt in Bautzen wird das so genannte Markthallen-Konzept umgesetzt." Statt langer Gänge durch Regalreihen gebe es dann Themenwelten, von denen jede für sich wie ein großes U aussieht. So sind beispielsweise Marmeladen-, Müsli- und Kaffeeabteilung unter der Rubrik Frühstück in U-Form zu finden.

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Themenwelten statt Regalreihen

Für die Kunden, so Anja Schwerdtfeger, habe das gleich mehrere Vorteile. In erster Linie könnten sie sich in diesen Themenwelten-Nischen, die einem Marktplatz gleichen, sehr schnell einen Überblick über das jeweilige Teilsortiment verschaffen und das gewünschte Produkt finden. Eilige Kunden müssten nicht alle Us abklappern, sondern könnten in der Mitte des Marktes den Weg zur Kasse abkürzen.

Für Penny-Geschäftsführer Stefan Magel bietet das neue Konzept "deutlich mehr Übersichtlichkeit und erleichtert gezielt die Orientierung" zwischen den rund 3.500 Artikeln, die insgesamt im Sortiment seien. Dass die Markthallen-Strategie aufgehe, zeige sich an den Umsätzen bereits umgebauter Märkte sowie an den Zufriedenheitswerten der Kundschaft. In der Lebensmittelzeitung sprach Magel von einem Umsatz-Plus von "bis zu 15 Prozent". Außerdem werde das Konzept von den Mitarbeitern "sehr gut angenommen".

Alle Märkte werden bis 2023 umgebaut

Die Umstellung der Penny-Filialen auf das neue Konzept soll bis 2023 erfolgen. Bislang sind 150 der rund 2.200 Märkte umgestellt worden. Bis zum Jahresende 2021 sollen es 600 Filialen sein.

Wie viel Penny in den Umbau des Marktes Am Carolagarten investiert, teilt das Unternehmen nicht mit. Der Lebensmittelzeitung zufolge sollen sich die Kosten pro Markt zwischen 120.000 und 250.000 Euro bewegen.

Mit der Markthallen-Strategie reagiert die Rewe-Gruppe, zu der Penny gehört, auf die Erfahrungen der Corona-Zeit. Zwar haben die Penny-Märkte im vergangenen Jahr insgesamt rund 5,4 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als 2019 - aber andere Supermarktketten haben eben noch mehr Kaufkraft abgeschöpft. Von ihnen will sich Penny künftig deutlicher unterscheiden und mit der Markthalle mehr Gelegenheits- zu Stammkunden machen.

So soll es unter anderem mehr vegane Produkte geben. Bei Wurst und Käse will Penny in Zukunft mehr auf kleinere, verschließbare Verpackungen setzen.

Termine für andere Märkte im Kreis Bautzen noch offen

Nach dem Umbau zur Markthalle will sich Penny selbst als Super-Discount bezeichnen - auch in Bautzen. Der Markt Am Carolagarten öffnet wieder am 20. Oktober, 7 Uhr. Wann die Märkte am Bautzener Bahnhof, in Kleinwelka und in anderen Orten des Landkreises umgebaut werden, teilte das Unternehmen noch nicht mit.

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