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Bautzen: Erste Mieter an der Hegelstraße

Für zehn Millionen Euro entstanden vier Häuser mit 40 Wohnungen für Familien. Sogar aus Berlin ist eine hergezogen - und von einer Sache besonders begeistert.

Vier neue Häuser sind in der Hegelstraße in Bautzen entstanden. Neun Wohnungen sind noch frei, berichtet Kai Hübner, der Technische Leiter der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft.
Vier neue Häuser sind in der Hegelstraße in Bautzen entstanden. Neun Wohnungen sind noch frei, berichtet Kai Hübner, der Technische Leiter der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Damit hatten sie nicht gerechnet, als sie sich entschieden, nach Bautzen ziehen: Von ihrem Wohnzimmer- und dem Küchenfenster aus blicken sie direkt auf die Berge. „Das hat auch nicht jeder“, sagt Thomas Geipel, als er auf das Oberlausitzer Bergland in der Ferne zeigt. Auf dem Arm trägt er den fast ein Jahr alten Marten, der folgt mit seinem Blick der Geste des Papas.

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Thomas Geipel steht in einer Wohnung im sechsten Stockwerk in einem der neuen Häuser an der Bautzener Hegelstraße. Vor einer Woche ist er gemeinsam mit seiner Frau Michaela, mit Marten und der drei Jahre alten Tochter Tamara hier eingezogen. Die Familie gehört damit zu den ersten Mietern in den neuen Häusern an der Hegelstraße.

Miete in Bautzen deutlich günstiger als in Berlin

„Wir haben vorher in Berlin gewohnt“, sagt Michaela Geipel. Ursprünglich kommen die beiden aus Bautzen, ihre Familien wohnen noch hier. Und in Berlin sei die Wohnsituation immer angespannter geworden. Ganz abgesehen von den hohen Preisen sei es schwer gewesen, überhaupt etwas zu bekommen. „Hier zahlen wir jetzt für fünf Zimmer das selbe wie in Berlin für eine Drei-Raum-Wohnung“, sagt die 33-Jährige.

Außerdem sei den beiden bewusst geworden, dass die große Stadt vielleicht doch gar nicht das ist, wo sie ihre Zukunft sehen. „Wir sind beide aus Bautzen, wir kennen es hier“, sagt sie. Als sie kurz vor Weihnachten in einer Apotheke in Bautzen eine Jobzusage bekam, ging plötzlich alles ganz schnell.

Neubauten vor allem für Familien gedacht

Einige der neuen Möbel hängen zwar noch beim Lieferanten fest. Aber die Kinder haben bereits Plätze in Kita und Krippe; Tamara fühlt sich in ihrer Gruppe schon wohl, Marten wird bald eingewöhnt. Und die Küche ist auch gerade gekommen. In der Wohnung ist Platz für zwei etwa gleich große Kinderzimmer.

Neben dem Wohnzimmer hat sich Thomas Geipel, der im Homeoffice arbeitet, ein Arbeitszimmer eingerichtet. Und es gibt einen Balkon – mit Blick auf die Berge. „Ich habe die Wohnung vor dem Einzug gar nicht sehen können“, sagt Michaela Geipel. „Aber es ist super hier.“ Vor allem sei die Wohnung praktisch geschnitten.

Von der Zwei- bis zur Fünf-Raum-Wohnung

Familien wie die Geipels sind es, an die sich die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB) ganz bewusst richten wollte, als sie sich entschloss, die Häuser an der Hegelstraße zu bauen. Vier sind es, mit jeweils zehn weitestgehend barrierefreien Wohnungen. „Jeweils im obersten Geschoss gibt es eine Fünf- und eine Zwei-Zimmer-Wohnung“, berichtet Kai Hübner, Leiter der technischen Abteilung der BWB. In den Etagen darunter sind es jeweils eine Drei- und eine Vier-Raum-Wohnung. Die Miete beläuft sich auf etwa sieben Euro pro Quadratmeter.

Zu den Häusern gehören Abstellräume für Fahrräder und Kinderwagen. „Es gibt eine große Freifläche, damit Kinder auch spielen können“, sagt Kai Hübner. Und ein kleiner Spielplatz gehört auch zu dem Areal, dass die BWB „Wohnpark Hegelstraße“ nennt. Herzstück ist ein alter Haselnussbaum, der für die Bauarbeiten nicht weichen musste.

Neun von 40 Wohnungen sind noch frei

Noch neun der 40 Wohnungen sind frei, berichtet Kai Hübner. Dass die Wohnungen schnell weggehen werden, damit hatte die BWB gerechnet. Denn dass Wohnraum für Familien in Bautzen Mangelware ist, ist seit Langem bekannt. „Natürlich sind aber nicht nur Familien willkommen“, sagt Kai Hübner.

Zehn Millionen Euro hat die Wohnungsbaugesellschaft in die Baumaßnahme investiert. Nicht einmal zwei Jahre hat es gedauert, die Gebäude zu errichten. Nur noch letzte Arbeiten sind zu erledigen: „Im März werden die Grünflächen bepflanzt“, sagt Kai Hübner. Und ein letzter Anstrich der Flure steht noch aus.

Auch in der Flinzstraße entstehen neue Häuser

Es ist nicht die einzige große Baustelle, mit der sich die BWB gerade befasst. Auch an der Flinzstraße wird gebaut. „Dort sind wir noch mit dem Rohbau beschäftigt“, berichtet Kai Hübner. Die BWB errichtet dort drei Häuser mit je sechs Wohnungen, ebenfalls vor allem gedacht für Familien.

Parallel kümmern sich die Mitarbeiter um den Bautzener Skatepark, der in diesem Jahr errichtet werden soll. Gerade wartet die BWB auf die Genehmigung der Bauanträge. Und „es stehen Instandhaltungsmaßnahmen an“, so Hübner. In einigen Häusern wird die Haustechnik erneuert. Und an der Hanns-Eisler-Straße werden an fünf Häusern Fahrstühle angebracht.

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