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Bautzen: Schiller-Schüler erfolgreich bei Jugend forscht

Vier Schüler haben bei dem Wettbewerb Sonderpreise gewonnen. Dabei ging es um die Vermeidung von Plastik - und die Idee für eine besondere Unterrichtsstunde.

Niklas Stöcker, Hanna Wagner, Amelie Jähne und Enjo Sturm (v.l.) vom Schiller-Gymnasium Bautzen waren mit ihren Projekten beim Wettbewerb "Jugend forscht" erfolgreich. Der stand in diesem Jahr unter dem Motto "Lass Zukunft da".
Niklas Stöcker, Hanna Wagner, Amelie Jähne und Enjo Sturm (v.l.) vom Schiller-Gymnasium Bautzen waren mit ihren Projekten beim Wettbewerb "Jugend forscht" erfolgreich. Der stand in diesem Jahr unter dem Motto "Lass Zukunft da". © Steffen Unger

Bautzen. „Man denkt immer, es ist total kompliziert“, sagt Amelie Jähne, während sie von ihrem Projekt erzählt. „Dabei ist es super einfach, im Alltag weniger Plastik zu verbrauchen.“ Davon sind sie und ihre Mitstreiterin Hanna Wagner nach ihrem Experiment überzeugt.

Für ihre Bewerbung beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben sie untersucht, wie man beim Putzen und der Körperhygiene weniger Plastikmüll verursachen kann – zum Beispiel mit einer Zahnbürste aus Holz statt aus Kunststoff. Beim Regionalwettbewerb Ostsachsen von „Jugend forscht“ haben sie nun einen Sonderpreis dafür bekommen.

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Aber sie sind nicht die einzigen Preisträger vom Bautzener Schiller-Gymnasium. Auch Niklas Stöcker und Enjo Sturm waren mit ihrem Projekt einer digitalen Unterrichtsstunde für Draußen erfolgreich. Die funktioniert ein bisschen wie eine Schnitzeljagd.

Im Freien werden dazu an verschiedenen Orten mehrere QR-Codes verteilt. Wer den ersten mit seinem Handy einscannt, bekommt eine Frage angezeigt. „Wenn man die dann richtig beantwortet, bekommt man die Koordinaten für den nächsten QR-Code.“ Und der Lehrer könne auf seinem Endgerät sehen, welche Fragen die Schüler richtig beantwortet haben.

"Plastik zu vermeiden ist leichter als gedacht!"

Hanna und Amelie haben ein Jahr lang herkömmliche und umweltfreundlichere Produkte ohne Plastik im Bereich Haushalt und Hygiene verglichen und getestet. „Statt Putzmittel zu verwenden, kann man zum Beispiel Natron und Zitrone benutzen“, erzählt Hanna. Auch Peeling für die Haut haben sie selbst gemacht aus Honig, Öl und Zucker.

Aber auch in der Drogerie haben sie viele Alternativen gefunden. „Statt Flüssigseife zu kaufen, kann man spezielle Spülmitteltabs in Wasser auflösen und hat so das gleiche Ergebnis.“ Damenbinden und Tampons könne man mit einer Menstruationstasse ersetzen. Ihr Fazit: „Es ist viel leichter als gedacht – und dann ist es langfristig gesehen sogar günstiger!“

Das zeigen sie anhand einer Tabelle. Denn sie haben ihren Forschungsprozess und ihre Ergebnisse ausführlich dokumentiert. Vorgestellt haben die Schüler ihre Projekte der Jury in diesem Jahr online. „Sonst war das immer eine große Veranstaltung, bei der wir die anderen Teilnehmer kennenlernen und uns austauschen konnten“, erzählt Amelie Jähne, die schon mehrmals bei Jugend forscht mitgemacht hat. Überzeugen konnten sie aber auch digital – sie und Hanna haben in der Kategorie „Arbeitswelt“ den Sonderpreis Reset Plastic im Wert von 75 Euro bekommen.

Schiller-Schüler regelmäßig bei "Jugend forscht" dabei

Enjo und Niklas bekamen für ihre Idee für den Unterricht im Freien zwei Sonderpreise in der Kategorie „Mathematik/Informatik“ und gewannen damit jeweils ein Jahresabonnement der Computer- und Technikzeitschriften ct und Make. Das System für ihre Unterrichtsstunde haben die beiden Neuntklässler selbst programmiert. „Mit HTML, CSS und Javascript.“ Diese Programmiersprachen haben sie sich selbst beigebracht, erzählt Enjo. Aber entwickelt haben sie das Ganze zusammen mit ihrem Betreuer Andreas Samuel.

Mit ihm und vier weiteren Schülern treffen sich die 15-Jährigen regelmäßig in der AG Elektronik. Hier haben sie zu Beginn vor allem handwerkliche Sachen gemacht, erzählen sie, inzwischen arbeiteten sie aber immer wieder an verschiedenen Projekten. „Herr Samuel unterstützt und fördert uns, wo er nur kann“, sagt Amelie.

Die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“ hat schon Tradition am Schiller-Gymnasium. „Seit 1993 nehmen wir regelmäßig daran teil und haben immer wieder Preise gewonnen“, sagt Andreas Samuel. Oft hätten die erfolgreichen Projekte den Schülern auch später im Studium geholfen, erzählt er stolz. Er selbst hat als Betreuer in diesem Jahr auch einen Sonderpreis bekommen.

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