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Neue Fassade für Bautzener Schwimmhalle

Nach langer Schließung wegen Corona ist das Röhrscheidtbad seit Anfang September wieder offen. Neben Badegästen kommen nun aber auch Handwerker.

Die Schwimmhalle im Bautzener Stadtteil Gesundbrunnen ist teilweise eingerüstet. Die Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen lässt die Fassade erneuern.
Die Schwimmhalle im Bautzener Stadtteil Gesundbrunnen ist teilweise eingerüstet. Die Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen lässt die Fassade erneuern. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Mit 16 darf schon mal etwas Schminke sein - und deshalb bekommt das Röhrscheidtbad Gesundbrunnen in Bautzen jetzt frische Farbe. Beide Giebelseiten der Schwimmhalle sind derzeit von Gerüsten verdeckt, auf denen in den nächsten Wochen Maler tätig sein werden. Bis Mitte November sollen die Arbeiten beendet sein, erklärt eine Sprecherin der Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen (BBB). Die BBB betreibt das Röhrscheidtbad.

Die Schwimmhalle in Bautzens größtem Wohngebiet war Ende August 2005 eröffnet worden. Seitdem nutzt die BBB die jährliche Sommerpause, während Badefreunden das Spreebad zur Verfügung steht, für Instandsetzungsarbeiten.

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Eintrittspreise bleiben unverändert

Das war auch in diesem Sommer so. Zuvor hatte die Halle - wie alle Schwimmbäder - wegen Corona geschlossen, ab dem Frühjahr war wieder Schulschwimmen möglich. In den Sommerferien wurden dann sämtliche Badewasser-, Lüftungs-, Kassen- und Sicherungssysteme gewartet. Anschließend erfolgte eine Grundreinigung der gesamten Hallen- und Technikbereiche inklusive der Lüftungsanlagen.

Am 6. September startete das Röhrscheidtbad in die neue Hallensaison - zu den gleichen Eintrittspreisen wie im Vorjahr. So kostet eine Stunde für Erwachsene im Sporttarif weiter drei Euro. Montags bis freitags ist das Baden zwischen 12 und 14 Uhr einen Euro billiger.

Die Arbeiten an der Fassade, die nun noch erfolgen, waren laut BBB nicht eher möglich. Firmen für Gerüstbau und Malerarbeiten hätten erst für den Herbst gebunden werden können. Auf den Badebetrieb in der Schwimmhalle haben die Arbeiten aber keinen Einfluss.

Im ehemaligen Hallenbad toben heute Kinder

Der Neubau der Halle kostete seinerzeit rund 5,6 Millionen Euro. Mit 2,4 Millionen Euro übernahm die BBB einen Großteil der Baukosten. Die Kreisstadt selbst steuerte 800.000 Euro bei. Weitere 2,4 Millionen Euro kamen aus den Fördertöpfen von Bund und Land.

Das früher genutzte Schwimmbecken der Stadt, das sich in einem innerstädtischen Gründerzeithaus befand, erfüllte die Standards und die Anforderungen an ein modernes Schwimmbad nicht mehr. Sanierung oder Ausbau erschienen nicht sinnvoll, hieß es seinerzeit in einer Mitteilung des sächsischen Innenministeriums. Im Gebäude des ehemaligen Hallenschwimmbades an der Rosenstraße befindet sich heute das Kindercafé Valentin.

Bautzen hatte eigentlich schon in den 1980er-Jahren eine neue Schwimmhalle bekommen sollen. Die wurde seinerzeit auch gebaut - aber in einer anderen Spreestadt. Der Kreis Bautzen schenkte die Halle 1987 der DDR-Hauptstadt Berlin zur 750-Jahr-Feier.

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