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Wo es im Landkreis Bautzen Ferienjobs gibt

Die Sommerferien stehen kurz bevor. Schüler nutzen die Zeit gern, um etwas Geld zu verdienen. In welchen Branchen das möglich und was dabei zu beachten ist.

Beim Kunststoffunternehmen Lakowa in Wilthen können Ferienjobber zum Beispiel in der Montage arbeiten.
Beim Kunststoffunternehmen Lakowa in Wilthen können Ferienjobber zum Beispiel in der Montage arbeiten. © Lakowa GmbH

Bautzen. So ein Sommer kann auch ganz schön lang sein. Viele Schüler und Studenten nutzen daher die freie Zeit gern, um mit Ferienjobs nicht nur Geld zu verdienen, sondern auch zu prüfen, in welche Richtung ihr künftiger Berufsweg führen könnte. Sächsische.de erklärt, wo es Ferienjobs im Landkreis Bautzen gibt und worauf Schüler und Studenten dabei achten sollten.

Wo gibt’s Ferienjobs im Landkreis Bautzen?

Wie die Arbeitsagentur mitteilt, sind Ferienjobs meist Helfertätigkeiten. „Es handelt sich um einfache Arbeiten, für die keine speziellen Vor- oder Fachkenntnisse erforderlich sind und nur eine kurze Einarbeitung nötig ist“, führt eine Sprecherin aus. Das können Jobs in der Produktion oder auch im Service in Hotels, Gaststätten oder bei Messen sein. Auch Tätigkeiten in Büros oder im Handel zählen dazu.

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In der Berufemarkt-Broschüre des Landkreises Bautzen finden sich nicht nur viele Ausbildungsplätze, sondern auch diverse Unternehmen, die Ferienjobs anbieten. Dazu gehört etwa die Firma Lakowa für Kunststoffbe- und verarbeitung aus Wilthen. Dort gibt es unterschiedliche Tätigkeiten für Helfer, auch außerhalb der Ferien, erklärt Yvonne Riediger aus der Personalabteilung. Interessenten sollten sich via E-Mail an [email protected] wenden oder unter 03592 5436862 anrufen.

Um Kunststoff geht es auch bei Jokey in Sohland, wo Verpackungen und Spiegelschränke hergestellt werden. Wie Personalleiter Armin Schönfeld ausführt, können volljährige Ferienjobber etwa in der Fertigung arbeiten. Für Jüngere komme der Einsatz in der Montage von Badmöbeln infrage. Wer daran Interesse hat, schreibt an [email protected] oder ruft unter 035936 362292 an.

Im OLPK-Pflegeheim am Belmsdorfer Berg in Bischofswerda können Ferienjobber etwa bei der Alltagsgestaltung der Bewohner helfen.
Im OLPK-Pflegeheim am Belmsdorfer Berg in Bischofswerda können Ferienjobber etwa bei der Alltagsgestaltung der Bewohner helfen. © SZ/Uwe Soeder

Arbeiten können Schüler und Studenten in Bischofswerda zum Beispiel in der Pflege. Die Oberlausitz Pflegeheim und Kurzzeitpflege (OLPK) bietet Ferienjobs über 14 Tage und länger, bei denen es um die Alltagsgestaltung und Pflege der Heimbewohner oder um hauswirtschaftliche Tätigkeiten geht. Wer sich dafür interessiert, wendet sich via E-Mail an [email protected] oder telefonisch an 03594 7590.

Das Best Western Plus Hotel in Bautzen hat noch Ferienjobs für Schüler zu vergeben ([email protected] oder Tel. 03591 4920). Die Durchschnittsdauer liegt laut Hotelleiter Sandro Reichel bei ein bis zwei Wochen. „Die Schüler können im Housekeeping, an der Rezeption, in der Küche oder im Service arbeiten.“ Für Studenten empfehle sich eine Tätigkeit auf 450-Euro-Basis.

Wie finde ich einen Ferienjob?

Die Wege sind unterschiedlich, sagt Jeanette Schneider von der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK). Man finde Angebote online auf den Webseiten der Unternehmen, per Beratung in den IHK-Geschäftsstellen, bei der Agentur für Arbeit oder individuell per Nachfrage, in den sozialen Medien oder als Print-Werbung, zählt die Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Bautzen auf.

Die Arbeitsagentur empfiehlt zuerst ein Gespräch mit Eltern, Verwandten und Bekannten. Die Agentur selbst biete Jobs auf ihrer Stellenbörse und berät vor Ort bei „Fragen rund um Ferienarbeit, Praktikum und Ausbildung und kennt die Unternehmen der Region“, fügt eine Sprecherin hinzu. Zudem würden einige Unternehmen Angebote für Ferienjobs auf ihrer Homepage ausschreiben. Der Klassiker sei die althergebrachte Methode, interessante Firmen über das Branchenbuch anzusprechen oder sich persönlich dort vorzustellen.

Auf diesen Portalen gibt es Praktika oder Ferienjobs für den Kreis Bautzen:

Was ist bei Ferienjobs zu beachten?

Wer in einer bestimmten Branche und womöglich noch in einem speziellen Unternehmen einen Ferienjob haben will, sollte sich rechtzeitig bewerben. In der Molkerei Heinrichsthaler in Radeberg oder beim Bauunternehmen Heinz Lange in Ottendorf-Okrilla gibt es zum Beispiel für diesen Sommer kaum noch Chancen.

Hinsichtlich des Versicherungsschutzes unterscheidet Jeanette Schneider von der IHK zwischen Praktika während der Schulzeit und solchen während der Ferien. Bei ersteren gelten die „Schulhaftpflicht und Unfallversicherung über Schulträger“. Werde privat ein Ferienjob angenommen, „schließen die Personensorgeberechtigten und das Unternehmen einen Praktikumsvertrag ab, der unter anderem das Jugendarbeitsschutzgesetz unbedingt berücksichtigen sollte“. Auch das Arbeitszeitgesetz spiele hier eine wesentliche Rolle.

Faktoren wie der tägliche Arbeitsweg sollten ebenfalls berücksichtigt werden. „Wer auf dem Land wohnt, wo in den Ferien vielleicht kein Bus fährt, muss sich überlegen, wo sich der Ferienjob befinden soll“, gibt Jeanette Schneider zu bedenken. In der Stadt sei das natürlich durch öffentliche Verkehrsmittel oder per Fahrrad einfacher.

Die Arbeitsagentur verweist für wichtige rechtliche Regelungen auf die Internetseiten des Freistaates Sachsen zum Thema Ferien- und Nebenjobs sowie auf das offizielle Bildungsportal des Freistaates, den Bildungsmarkt Sachsen, der ebenfalls Informationen zu Ferienjobs bereithält.

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