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Bautzen

Weißenberg: Wehr zurückgebaut

Der Rückbau der Wuischker Mühle ist abgeschlossen. Damit wurde die Durchgängigkeit für Fische und andere Wasserlebewesen wiederhergestellt.

Durch den Rückbau von Wehren kann die Durchgängigkeit von Gewässern wieder hergestellt werden. Wasserlebewesen können sich so wieder frei darin bewegen.
Durch den Rückbau von Wehren kann die Durchgängigkeit von Gewässern wieder hergestellt werden. Wasserlebewesen können sich so wieder frei darin bewegen. ©  dpa (Symbolfoto)

Weißenberg. Das Wehr Wuischker Mühle in Weißenberg wurde zurückgebaut. Damit ist das in diesen Abschnitt des Löbauer Wassers gewässertypische Gefälle wiederhergestellt, so dass sich das Gewässer naturnah entwickeln kann.

„Wir arbeiten daran, die ökologischen Funktionen unserer Gewässer wiederherzustellen, sie naturnah zu gestalten und somit unter anderem für Fische wieder durchgängig zu machen. Dazu braucht es viele Maßnahmen an vielen Orten. Der Rückbau des Wehres an der Wuischker Mühle ist ein Teil davon. Ein guter ökologischer Zustand unserer Gewässer hat für uns Priorität. Im Übrigen setzen wir so auch die Verpflichtungen durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie um“, so Umweltminister Wolfram Günther zu dem Projekt der Landestalsperrenverwaltung

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Am Hauptlauf wurde der Wehrrücken abgebrochen und das Gefälle ausgeglichen. Die vorhandenen Ufer blieben erhalten und werden durch den Einbau von Buhnen vor Erosion geschützt. Es erfolgte lediglich eine geringfügige Anpassung der Böschungsneigung im Bereich des ehemaligen Wehres.

Auch das Flussbett wurde beräumt

Der Altlauf des Löbauer Wassers wurde teilweise ertüchtigt und ökologisch gestaltet. Dazu wurde der Zulauf des Altlaufes rekonstruiert und die dort vorhandene Schwelle angepasst. Dadurch können nun auch bereits kleinere Hochwasserabflüsse in den Altarm abfließen, sodass der Hauptlauf entlastet wird.

Zudem wurde das Flussbett des Löbauer Wassers von Sedimenten beräumt, entkrautet und von Neophyten befreit. Für die nächsten drei Jahre ist eine Pflege inklusive Neophyten-Nachsorge vorgesehen. Für die nötigen Fällungen erfolgten Ersatzpflanzungen mit standorttypischen Gehölzen wie Esche, Stieleiche, Bruchweide, Winterline und Feldulme.

Der Rückbau erfolgte im Rahmen des Durchgängigkeitsprogrammes der sächsischen Staatsregierung. Die Arbeiten begannen im Juli 2020 und kosteten rund 350.000 Euro, bezahlt aus Bundes- und Landesmitteln. (asm)

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