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Bei Trefz kommen die Probleme auf den Tisch

Dazu gehören der Müll und Fäkalien im Gewerbegebiet, die ausländische Lasterfahrer hinterlassen.

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Landrat Matthias Damm besuchte während des Kommunaltages in der Gemeinde Großweitzschen die Fensterbaufirma Trefz. Betriebsleiter Rolf Weber Mitte) beantwortete die Fragen der Gäste.
Landrat Matthias Damm besuchte während des Kommunaltages in der Gemeinde Großweitzschen die Fensterbaufirma Trefz. Betriebsleiter Rolf Weber Mitte) beantwortete die Fragen der Gäste. © Dietmar Thomas

Großweitzschen. Wenn der Betriebsleiter der Fensterbaufirma Trefz Rolf Weber über den Müll im Gewerbegebiet Mockritz spricht, kann er sich in Rage reden. Am Abend wird das gesamte Areal zu einem Parkplatz für ausländische Laster. „Kommen Sie mal um 21 Uhr hierher. Da trauen Sie sich nicht mehr raus“, so Weber zu Matthias Damm (CDU). Der Landrat besuchte zum Kommunaltag Betriebe in der Gemeinde Großweitzschen. „Und am nächsten Morgen sind die Zustände auf den Straßen und den Nebenanlagen grauenhaft. 

Es liegt nicht nur der Müll herum. Den Kraftfahrern stehen keine Toiletten zur Verfügung. Sie können sich denken, was da noch alles zu finden ist“, sagte Rolf Weber. Das Dilemma schilderte auch Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos). Jeden Montag müssten die Mitarbeiter des Bauhofes das Areal säubern. 

Das ist nicht nur für die Angestellten eine unangenehme Sache, sondern belastet auch den Haushalt der Gemeinde. „Wir tragen die Kosten für unsere Beschäftigten und für die Entsorgung“, so Burkert. Eine Lösung für das schon jahrelang dauernde Problem sieht er nicht.

Rolf Weber kann das auch in einer anderen Hinsicht nicht verstehen. „Wir wurden darauf hingewiesen, dass das Gewerbegebiet in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt. Noch immer ist nicht geklärt, ob wir ein Becken für das Oberflächenwasser bauen müssen. Das frustriert“, so Weber. 

Wenn aber die Lasterfahrer ihre Tanks mit Treibstoff aus Kanistern füllen, und ein Teil daneben läuft, interessiert das niemanden“, so Weber ärgerlich. Nicht nur die Unordnung im Gewerbegebiet bewegt den Bürgermeister. Da geht es um das Hortgebäude in Großweitzschen, bei dem es Probleme mit dem Brandschutz und den sanitären Anlagen gibt. 

Hier hofft das Gemeindeoberhaupt auf Hilfe vom Landratsamt. Burkert sprach den schlechten Zustand einiger kommunalen Straßen an, deren Sanierung die Gemeinde mit ihrem Geld nicht realisieren kann. Das betrifft ebenso die Instandhaltung der Gewässer zweiter Ordnung. Auch der Eigenheimstandort Am Kirchberg in Westewitz war ein Thema.