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Besten Tischler Deutschlands ermittelt

Gastgeber war die Berufsschule in der Lessingstadt. Der Sieg ging an einen Leipziger.

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Kamenz. Was nur 18 Arbeitsstunden zuvor ein überschaubares Häufchen Buchenholz war, ist unter fachkundiger Hand zu einem Stehpult geworden und das gleich 13 Mal. Verantwortlich dafür sind die Nachwuchsprofis des Tischler- und Schreinerhandwerks, die sich bei den Deutschen Meisterschaften in Kamenz dieser Aufgabe gestellt haben. Gastgeber des Wettbewerbs war das Berufliche Schulzentrum. Das beste Ergebnis erzielte in der knappen Zeit Johannes Bänsch aus Leipzig. Mit ihm standen Tischler aus Bayern und Nordrhein-Westfalen in Wettstreit. Höchste Konzentration und Fokussierung waren unerlässlich, um die insgesamt 18 handwerklichen Verbindungen im exakten Winkel und weitere anspruchsvolle Details anzufertigen.

Schlichtweg stolz zeigte sich auch Karlheinz Kramer, Präsidiumsmitglied des Bundesinnungsverbandes der Tischler und Schreiner: Von dem engagierten und motivierten Auftritt der jungen Tischler- und Schreinergesellen begeistert, freute sich der langjährige Landesinnungsmeister auch über die Tatsache, dass ein sächsischer Titelträger dem Lokalkolorit zusätzlichen Glanz verleiht.

Im August 2019 steht mit den Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) im russischen Kazan bereits das nächste große Event an. Für Johannes Bänsch, der nun zusammen mit Florian Meigel, dem Deutschen Meister 2017, das Tischler-Schreiner-Nationalteam bildet, geht es dann abermals auf Medaillenjagd. (SZ)