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PLUS Hoyerswerda

5.000 Euro für ein besseres Katzen-Leben

Das Katzenheim Hoyerswerda bekommt eine großzügige Spende zum Weltkatzentag.

Heike Spieler (links) und Antje Hartig freuen sich über die Spende für das Katzenheim Hoyerswerda zum Weltkatzentag am 8. August.
Heike Spieler (links) und Antje Hartig freuen sich über die Spende für das Katzenheim Hoyerswerda zum Weltkatzentag am 8. August. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Ein ganzer Tisch voller Geschenke steht zum Weltkatzentag am 8. August im Gemeinschaftsraum des Heimes der Katzenhilfe e. V. im Industriegelände Hoyerswerda. Eine Großspende von 5.000 Euro, Dosenfutter für gesunde Tiere und viele verschiedene Futtersorten für Katzen mit Allergien, einer sensiblen Verdauung oder einer Niereninsuffizienz sind dabei. Alle Gaben sind schön, sagt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Antje Hartig, aber das Spezialfutter ist besonders wertvoll. Chronisch kranke Samtpfoten sind schwerer vermittelbar und werden deshalb sehr lange im Heim versorgt.

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Vom 24. - 25. September, von jeweils 9 - 17 Uhr, findet die Viterma- Hausmesse statt. Neben der Veranstaltung vor Ort können sich Interessierte auch online zuschalten.

Der Geber ist Dr. Siegfried Schmidt (86) aus Hoyerswerda, der den Verein seit 18 Jahren großzügig unterstützt. Katzen verschönern aber schon viel länger sein Leben. Nach dem Tod seiner Frau sind sie ihm noch wichtiger geworden. „Wenn man heimkommt, ist jemand da.“. Er setzt sein Geld gern sinnvoll zum Nutzen anderer ein, begründet Siegfried Schmidt sein Engagement für das Katzenheim.

Die Vierbeiner werden 365 Tage im Jahr in zwei Schichten von sieben über den Lohnpool des Katzenhilfe e. V. bezahlten Minijobbern und ehrenamtlichen Helfern aus Hoyerswerda betreut, erklärt die Vereinsvorsitzende Christina Koch am Telefon. Sie lobt „ihre 1-A-Tierpfleger“, die die Katzen füttern, deren Aufenthaltsräume sowie das Außengehege putzen und den Tieren zeigen, dass Zweibeiner vertrauenswürdig sein können. Von der Stadt Hoyerswerda wünscht sie sich mehr Wahrnehmung der Arbeit des Vereins und Hilfe. Dringend gebraucht werden zwei bis drei vom Jobcenter finanzierte Arbeitskräfte, um die Vereinsmitglieder zu entlasten.

Christina Koch nimmt Katzenbesitzer in die Pflicht, die ihre Tiere nicht kastrieren lassen. Jetzt werden wieder viele tragende Miezen und Jungtiere in das gut gefüllte Heim gebracht. „Das muss nicht sein, ein einmaliger medizinischer Eingriff löst das Problem dauerhaft.“ Es werden auch viele Katzen von verstorbenen Besitzern gebracht, weil sich die Erben nicht um sie kümmern können oder wollen.

Wer ein Tier halten will, sollte die Zeit für seine Pflege und das Geld für Futter, andere Utensilien sowie den Tierarzt einkalkulieren. Im Gegenzug hat er bis zu 20 Jahre Freude an einem liebenswerten Hausgenossen. Das Heim gibt Tiere nur kastriert, geimpft, gechipt und entwurmt ab.

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