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Neuer Friseursalon in Großharthau

Kathleen Purschke hat sich mit einem Geschäft an der B 6 selbstständig gemacht. Das hat auch mit Corona zu tun.

Friseurmeisterin Kathleen Purschke eröffnete letzten Sonnabend ihren ersten eigenen Laden in Großharthau. Von der großen Resonanz war sie beeindruckt.
Friseurmeisterin Kathleen Purschke eröffnete letzten Sonnabend ihren ersten eigenen Laden in Großharthau. Von der großen Resonanz war sie beeindruckt. © Foto: SZ/Uwe Soeder

Großharthau. Seit letztem Sonnabend hat Großharthau ein neues Friseurgeschäft. Das freut nicht nur die Großharthauer, sondern auch Kathleen Purschke . Denn mit ihrem Salon "Hut ab" hat sie sich den Wunsch, ein eigenes Geschäft zu führen, erfüllt. Für die gelernte Friseurin ein wohlüberlegtes Vorhaben, bei dem sie auch auf die Unterstützung ihrer Familie bauen konnte, sagt die sympathische Frau mit der randlosen Brille und den leuchtend roten Strähnchen im kessen dunklen Kurzhaarschnitt. 

Ihr neuer, etwa 50 Quadratmeter großer, Salon ist ein echter Hingucker: stylischer Design-Bodenbelag, schwarze Stühle, helle Wände mit cappuccionofarben abgesetzten Frisierplätzen. Alles ist modern, lichtdurchflutet und einladend in ihrem neuen Geschäft. In diesem Wohlfühl-Ambiente zaubert die in Großdrebnitz wohnende sympathische 41-Jährige unterschiedlichste Looks auf weibliche, männliche und kindliche Köpfe. Momentan ist sie noch eine Einzelkämpferin. Später möchte sie Verstärkung haben. Allerdings müssen dabei Qualität, Engagement und letztlich auch die Chemie stimmen.  

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Viele Kunden sind ihr treu geblieben

Ein Neuling ist die Unternehmerin aber keinesfalls. Seit ihrer Lehre schneidet die 41-Jährige Menschen die Haare. Und nach wie vor setzt sie bei ihren Kunden gern die Schere an. Das spürt man nicht nur an ihrem Engagement für ihr Geschäft, sondern auch an der Resonanz der Kundschaft. Viele ihrer früheren Kunden sind ihr treu geblieben. "Da kann ich ja nicht alles falsch gemacht haben", sagt sie verschmitzt lächelnd.

Dabei war Friseurin eigentlich nicht ihr Traumberuf. Ursprünglich wollte sie Kfz-Mechanikerin werden. Doch das schien aussichtslos. "Ich wollte etwas mit meinen Händen machen, am Ende des Tages sehen, was ich geschafft habe", erinnert sie sich. Also suchte sie eine Alternative. Das war der Friseurberuf. Wie sie heute weiß, eine sehr gute Wahl.

Friseurberuf werde vielmals unterschätzt

Für ihren Beruf hat sie sich immer weiter qualifiziert. Allein die sich ständig ändernden Trends treiben sie an. "Friseurin zu sein, ist heute nicht mehr nur Haare schneiden zu können." Der Beruf werde vielmals unterschätzt, weiß Kathleen Purschke, die bis vor kurzem noch in einem größeren Salon in Dresden-Weißig arbeitete und dort auch ihren Meister machte. Die Kunden seien anspruchsvoller geworden und wollen fachlich beraten werden. Dafür braucht es nicht nur eine gewisse Qualität, sondern vor allem Gespür. Man müsse erkennen, was der Kunde will. Das sei wohl das Schwierigste. Denn: "Die Kunden sprechen eine andere Sprache als der Friseur."

Dass sie sich selbstständig gemacht hat, hat auch mit Corona zu tun. Geliebäugelt hatte sie damit schon seit Längerem. Der Gedanke, ihre eigene Herrin zu sein, reizte sie. Während des Lockdown "hatte ich dann viel Zeit, darüber nachzudenken." Und sie kam zu dem Schluss: "Ich trau mir das jetzt zu. Wann, wenn nicht jetzt."

Auf der Suche nach geeigneten Räumen, stieß sie auf das seit 2018 leerstehende Geschäft an der B 6 in Großharthau. Die Lage war ideal und Großharthau sei ein Ort, der absolut im Kommen ist, schätzt die Friseurmeisterin ein. Nicht nur wegen der - den neuen Eigenheimstandorten geschuldeten – vielen Zuzüge, auch wegen seiner perfekten Verkehrsanbindung und der guten Infrastruktur. Einziges Manko: Vor dem Geschäft gibt es keine Parkplätze. Doch die sollen demnächst gebaut werden, habe ihr der Vermieter gesagt. Bis dahin können die Kunden ihre Autos vor dem benachbarten Getränkemarkt abstellen.

Tolle Eröffnung entschädigte für Stress

Mitte Juli startete schließlich der Umbau der Ladenräume zum Friseursalon. "Das waren drei Monate Hardcore – von früh bis abends", blickt Kathleen Purschke zurück. Selbst in der Nacht kreisten ihre Gedanken weiter. "Aber das ist positiver Stress." Den stecke sie besser weg. Zudem habe sie die tolle Eröffnung entschädigt. "Es waren richtig viele Leute da. Damit hätte ich gar nicht gerechnet." 

Nun hat der Alltag begonnen. Besonderen Wert legt die Geschäftsfrau darauf, dass es bei ihr harmonisch und individuell zugeht. Sie will keine Massenabfertigung. Ihre Öffnungszeiten gestaltet sie flexibel, öffnet freitags beispielsweise bis 19.30 Uhr, damit auch Berufstätige einen Termin bekommen. Aber sonnabends bleibt ihr Laden in der Regel zu. "Da soll Zeit für die Familie sein." Schließlich sind da noch ihre zwei Töchter von zwölf und 17 Jahren, die auch versorgt sein wollen.

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