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So geht es am Sportlerheim Schmölln weiter

Sportverein und Einwohner haben sich gegenüber der Gemeinde für den Erhalt des Hauses stark gemacht. Mit Erfolg.

Der Vorsitzende des SV Schmölln, Gerold Hentzschel, freut sich, dass die Arbeiten am Sportlerheim begonnen haben.
Der Vorsitzende des SV Schmölln, Gerold Hentzschel, freut sich, dass die Arbeiten am Sportlerheim begonnen haben. © SZ/Uwe Soeder

Schmölln-Putzkau. Wer auf der Bischofswerdaer Straße in Schmölln unterwegs ist, kann es dieser Tage kaum übersehen: Handwerker des Dachdecker- und Zimmermeisterbetriebes Tübel aus Rammenau sind am und auf dem Dach des Sportlerheims unterwegs. Das ist nicht nur sehr nötig, sondern endlich auch möglich, erklärt Gerold Hentzschel, Vorsitzender des Sportvereins Schmölln. „Ich bin froh, dass es überhaupt losgeht, denn es war ein sehr langer Kampf.“

Das Sportlerheim ist in den 1950er-Jahren erbaut worden, erklärt der Vereinsvorsitzende. Zwar habe es neue Fenster und Sanitäranlagen, aber sonst sei seit dem Bau nicht viel passiert.

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Im Verein, wo es aktuell eine Altherrenmannschaft im Fußball, eine Frauensportgruppe und eine Tischtennisabteilung gibt, habe man überlegt, wie es weitergehen soll. „Uns war klar, dass wir das nicht verfallen lassen dürfen.“ Vor allem jetzt nicht, da die Schmöllner aus dem Hart- einen Rasenplatz gemacht haben, auch wenn der nicht vor dem Frühjahr 2021 genutzt werden kann, wenn überhaupt, fügt der Vorsitzende an.

Gemeinde stellt Geld zur Verfügung

Um zu diskutieren, wie es mit dem Gebäude weitergehen könnte, wurde im Frühjahr 2019 sogar eine Einwohnerversammlung einberufen, erklärt Gerold Hentzschel. „Die einhellige Meinung war, dass es erhalten werden soll.“ Die Versammlung im Sportlerheim fand so großen Zuspruch, dass es nicht mal genug Sitzplätze gab. Neben dem großen Zuspruch der Einwohner signalisierte auch Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos) seine Bereitschaft und die des Gemeinderats, hier zu helfen.

Das sei auch passiert, sagt Gerold Hentzschel, vor allem bei der Frage, wo es die entsprechenden Fördermittel gibt und wie diese zu beantragen sind. In der jüngsten Gemeinderatssitzung haben die Räte einstimmig eine Vorfinanzierung für den Umbau des Sportlerheims zum Bürgerhaus beschlossen.

Heißt konkret, dass der Verein einen Antrag im Rahmen des Leader-Förderprogramms gestellt hat, die Gelder aber erst erhält, wenn die Maßnahme beendet ist und sie dann an die Gemeinde zurückzahlen kann. Insgesamt geht es um rund 108.000 Euro, von denen der Verein 20 Prozent als Eigenanteil aufbringen muss.

Nutzung für Familien und Vereine

Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, soll das Sportlerheim, so wie auch jetzt schon, nicht nur dem SV Schmölln zur Verfügung stehen, sagt dessen Vereinsvorsitzender. „Jeder Bürger soll die Möglichkeit haben, es bei Bedarf zu mieten. Auch andere Vereine sollen hier zum Beispiel ihre Feiern veranstalten oder einfach einen Ort haben, an dem sie sich treffen können.“ Es werde ein Ort für die Allgemeinheit.

Zwar gehört die ganze Anlage der Gemeinde Schmölln-Putzkau, aber verwaltet wird sie vom Sportverein, der die Betriebskosten zahlt. Deswegen wird er künftig auch Vermieter des Bürgerhauses sein. Dass es Bedarf dafür gibt, daran zweifelt Gerold Hentzschel nicht.

Das Gebäude habe neben einer großen Küche einen großen und einen kleinen Vereinsraum, zwei Umkleidekabinen und zwei weitere Räume, die derzeit an die Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ aus Bischofswerda vermietet sind, um Sachen zu lagern.

Wie lange die Arbeiten am Sportlerheim noch dauern, lasse sich nicht genau sagen, erklärt der Vereinsvorsitzende. Er rechne damit, dass die Arbeiten am Dach noch in diesem Jahr erledigt werden. Es werde neu gedeckt, mit neuen Balken versehen und gedämmt. Gerade von der Dämmung verspricht sich der Verein eine deutliche Verbesserung. Der Chor habe hier im Winter bislang einfach nicht proben können, weil es trotz Heizung zu kalt sei.

Im kommenden Jahr sollen die Außentüren erneuert und die Terrasse am Vordereingang barrierefrei umgebaut werden. Anfragen an entsprechende Firmen seien versendet worden. „Und dann müsse wir sehen, ob noch Geld übrig ist“, sagt Gerold Hentzschel. Sicher seien auch mal die Heizung und die Elektrik dran.

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