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Brauchtum und Landleben

Anlässlich des Schul- und Heimatfestes ist ein prall gefülltes Heimatheft erschienen.

© Repro: SZ

Von Udo Lemke

Klipphausen/ Scharfenberg. Das Schul- und Heimatfest Scharfenberg wird so, wie vergangenes Pfingsten, aller fünf Jahre seit mehr als 100 Jahren gefeiert. „Das wissen wir aus den Erzählungen unserer Großeltern. Die ersten Fotos liegen uns von 1931 vor“, erklärt Manfried Eisbein, Sprecher des Vereins Lebensraum Scharfenberg. Pünktlich zum Fest lag auch das mittlerweile siebte Scharfenberger Heimatheft unter dem Motto „Brauchtum und Landleben“ vor. In dem umfangreichen Heft, es umfasst immerhin 117 Seiten, wird ein breites Spektrum an Themen dargestellt.

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Der Bürgermeister von Klipphausen, Gerold Mann (parteilos), erklärt in seinem Grußwort, dass die Gemeinde das Gros der Investitionen wie die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, den Straßenbau, das Feuerwehrgerätehaus und eine moderne Kindertagesstätte in den vergangenen Jahren getätigt habe. „Die Grundschule Naustadt mit der angrenzenden Sporthalle, dem Sportplatz und dem Sportlerheim hat sich seit ihrem Bestehen zum Zentrum des Gemeindelebens entwickelt und trägt damit zur Attraktivität von Scharfenberg bei“, schreibt der Gemeindechef. Seit September 2017 hat unter dem Dach der Grundschule zudem die im Aufbau befindliche neue Evangelische Oberschule Klipphausen vorübergehend bis zum Einzug in den geplanten Oberschulneubau eine Heimstätte gefunden. Für viele junge Familien, die in den letzten Jahren nach Scharfenberg gezogen sind, seien die Kinderbetreuung und die Schule ein wichtiger Punkt ihrer Entscheidung zu ihrem künftigen Wohnungsstandort gewesen: „Gemeinderat, Bürgermeister und Gemeindeverwaltung haben trotz fehlender Unterstützung durch die Landesregierung an den Investitionen für neue Schule festgehalten und somit maßgeblich zur Attraktivität unsere Gemeinde beigetragen“, so Gerold Mann.

Landrat Arndt Steinbach (CDU) schreibt, dass es in der Gemeinde Klipphausen mit ihren zahlreichen Ortsteilen ein äußerst reges Vereinsleben gibt. „Mehr als 18 Vereine sind hier aktiv – und dies bei ,nur‘ rund 10 300 Einwohnern.“

Viele Aufsätze im Heft sind der Heimatgeschichte gewidmet. So schreibt Pfarrer Christoph Rechenberg über die Geschichte der Naustädter Kirche, Manfried Eisbein zur dort angebrachten Sonnenuhr, zu einem alten Scharfenberger Bergwerkshaus und zu Schloss Batzdorf sowie Yves Hoffmann vom Landesamt für Archäologie über den Scharfenberger Ortsteil Gruben als befestigte mittelalterliche Bergbausiedlung. Allein mit diesen Beiträgen erreicht die Publikation ein Niveau, das man nicht allen anderen Heimatheften attestieren kann.

Der Verein Historischer Scharfenberger Silberbergbau, der Sportverein SV Scharfenberg, die Jagdgenossenschaft Scharfenberg, die Jagdhornbläsergruppe „Herbert Dießner“ Bockwen, der Jugendklub Scharfenberg und gemeinnützige Seniorenbetreuung der Gemeinde Klipphausen – um nur einige Akteure zu nennen – stellen sich vor. Illustriert ist das Heft u. a. mit farbenfrohen Gemälden von Anita Rempe und Zeichnungen des verstorbenen Architekten Thilo Hänsel.

Wer mehr erfahren will, kann das Heft zum Preis von fünf Euro bei der Gemeindeverwaltung Scharfenberg, im Blumenzauber Naustadt, Scharfenberger Straße 7 und bei Beate Eisbein, Telefon 03521 454937 erwerben.