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Burger-Pionier öffnet wieder

Nach sechs Monaten Umbau gibt es auf der Louisenstraße Fleisch und Fleischloses. Nicht nur die Einrichtung hat sich geändert.

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© René Meinig

Von Sarah Grundmann

Für Eltern hat Diana Helbig gute Nachrichten. Seit sieben Jahren ist sie Geschäftsführerin des Imbiss-Restaurants „Burgermeister“ auf der Louisenstraße 54, der damals noch zu den Pionieren in der Neustadt gehörte. 2013 eröffnete die dreifache Mutter dann auf dem Nachbargrundstück das Kindercafé Mutzelhaus, zuletzt kam noch der Mutzelladen dazu. Dort können Kinder ab vier Jahren Motto-Geburstage feiern. Bislang waren alle drei Geschäfte voneinander getrennt. Doch das soll sich nun ändern.

Sechs Monate wurde hinter verschlossenen Türen im Burgermeister gewerkelt. Dabei hat sich nicht nur die gesamte Inneneinrichtung verändert. Aus der Küche ist nun eine kleine „Zentrale“ geworden, wie Helbig es nennt. Durchbrüche sorgen dafür, dass Eltern nun auch im Mutzelhaus oder -laden Burger, Pommes und Co. bestellen können, während ihre Kinder dort spielen und herumkrabbeln. Andersrum kriegen Gäste des Imbisses Kuchen und Kaffee gebracht. Geplant war das so nicht. „Ich dachte immer, die Mütter wollen nach der Geburt abnehmen und Gesundes essen. Aber gerade die stillenden Frauen wollen Nahrhaftes.“ Die Geschäftsführerin musste noch so einige andere Pläne über den Haufen werfen.

Denn eigentlich sollte das Lokal nur für vier Wochen geschlossen werden, einen frischen Anstrich und eine neue Küche bekommen. Die Mitarbeiter sollten in dieser Zeit auf Weihnachtsmärkten verkaufen. Doch Stück für Stück kamen immer neue Ideen auf, aus vier Wochen wurden sechs Monate, und das Personal musste zwischenzeitlich im Mutzelhaus aushelfen, um nicht auf der Straße zu stehen. 80 000 Euro hat Helbig in den Umbau gesteckt. Die ausbleibenden Umsätze waren für sie nach eigener Aussage kein Problem.

Während der Schließzeit hat der „Burgermeister“ auch gleich ein neues Konzept bekommen. Die Geschäftsführerin springt auf Trends auf, an denen man in der Neustadt einfach nicht mehr vorbeikommt. So stehen jetzt zwei vegetarische und zwei vegane Burger auf der Karte. „Ich persönlich bin ja nicht so der Vegan-Fan, habe Fleisch lieber“, sagt Helbig. „Aber die Nachfrage ist in letzter Zeit sehr gestiegen.“ Für figurbewusste Esser werden außerdem alle Burger ohne Brot angeboten. „Das mache ich auch sehr gerne“, sagt die Geschäftsführerin. „Schließlich esse ich hier jeden Tag. Das wäre sonst nicht so gut“, sagt sie und fasst sich dabei schmunzelnd an die Hüften.