Chemnitz
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Schon wieder Streik bei City-Bahn Chemnitz

Erneut gibt es einen Ausstand der Lokführer bei der City-Bahn Chemnitz. Die Gewerkschaft will so eine 35-Stunden-Woche erstreiten.

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Bei der City-Bahn-Chemnitz wird schon wieder gestreikt.
Bei der City-Bahn-Chemnitz wird schon wieder gestreikt. © Archi/Jan Woitas/dpa

Chemnitz. Die Streikwelle bei der City-Bahn Chemnitz geht weiter. Seit Freitag 18 Uhr bestreikt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) das Unternehmen erneut. Ein Streikende ist vorerst nicht in Sicht, da es sich dieses Mal um einen unbefristeten Ausstand handelt.

Die City-Bahn Chemnitz organisierte einen Busnotverkehr, Fahrgäste sollten sich jedoch zu ihren Verbindungen nochmals aktuell über die Homepage www.city-bahn.de informieren.

Die GDL will mit den fortgesetzten Aktionen eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn erstreiten. In mehr als 40 Eisenbahnunternehmen bundesweit sind Gewerkschaftsangaben zufolge schon entsprechende Vereinbarungen getroffen worden. Die City-Bahn sperrt sich allerdings vehement dagegen.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 185 Mitarbeiter, darunter mehr als 100 Lokführer. Es bedient sechs Linien im Raum Chemnitz mit rund 210 Kilometern Länge. Dazu gehören Verbindungen nach Aue, Mittweida und Stollberg.

Arbeitsgericht verhandelt über Schülerverkehr

Da seit Wochen immer wieder auch Schüler von den seit Lokführerstreiks betroffen seien, hat die City-Bahn nun einen Antrag auf Einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht Chemnitz eingereicht. Dadurch soll die GDL gezwungen werden, zumindest zu Schülerverkehrszeiten ihre Streiks auszusetzen. Verhandelt wird in der Sache am kommenden Mittwoch, dem 29. Mai 2024.

Die City-Bahn argumentiert, dass rund 1.800 Kinder und Jugendliche montags bis freitags die Linien des Unternehmens nutzen, um in die Schule und wieder nach Hause zu kommen. Die Schülerbeförderung sei in Sachsen eine hoheitliche Pflichtaufgabe, die von Landkreisen und Städten übernommen werde. Dies gelte auch für die City-Bahn.

Die GDL wiederum sprach von Fake-News des Unternehmens, werde sich aber an die Entscheidung des Gerichts halten. Der am Freitag begonnene Ausstand sei eine Antwort auf die Klageeinreichung. „Auch für diesen Streik trägt Herr Straube (City-Bahn-Geschäftsführer, Anm. der Redaktion) die Verantwortung“, stellt GDL-Chef Claus Weselsky klar. Und weiter: "Der Ball liegt weiterhin im Spielfeld des Arbeitgebers." (SZ/mja mit dpa)