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Chemnitzer engagiert sich für Vermessungssäulen

Fast drei Jahre hat es gedauert, bis der neue Aussichtsplatz am Harthaer Kreuz fertig ist. Das Warten hat sich gelohnt.

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© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Hartha. Ein Rosenstock ist das I-Tüpfelchen des neuen steinernen Rastplatzes an der historischen Triangulationssäule auf dem Harthaer Kreuz. Den hat der Chemnitzer Karl-Heinz Grebner eingepflanzt. „Es ist der Abschluss eines fast drei Jahre dauernden Projektes. Was daraus geworden ist, kann sich sehen lassen“, so der Chemnitzer. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die 120 Vermessungssäulen in Sachsen ehrenamtlich in Ordnung zu bringen. Angefangen hatte alles 2010 in Sachsenburg. Damals konnte er an der Vermessungssäule kaum die Jahreszahl entziffern. Damit es nicht auch anderen Leuten so geht, entstand die Idee, die Vermessungssäulen zu säubern und die Schrift wieder sichtbar zu machen.

Im Jahr 2013 kümmerte sich Karl-Heinz Grebner um die Harthaer Vermessungssäule. Als er gerade dabei war, die Vertiefungen der Innenschrift mit Steinfarbe unterlegte, kam der Aschershainer Georg Richter vorbei. Da er vor seinem Ruhestand etwas mit Straßen zu tun hatte, interessierte ihn die Arbeit des Chemnitzers. Nach einem kurzen Gespräch war man sich einig, an der Stelle, an der die Vermessungssäule seit 2010 steht, soll ein Rastplatz entstehen. „Die Aussicht ist hier bei schönem Wetter hervorragend. Außerdem kommen viele Wanderer und Radfahrer hier vorbei. Ich hoffe, der eine oder andere nutzt unseren Rastplatz“, so Georg Richter.

Tisch und Bank sind sehr rustikal und laden trotzdem zum Verweilen ein. Zum Bau verwendet wurden große Gehweg- und Bordsteinkanten, die vom Bauhof in Frankenberg zur Verfügung gestellt worden. Die Bauhofmitarbeiter aus Hartha holten das Material ab und bauten Bank und Tisch. Georg Richter lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof und Bauamtsleiter Ronald Fischer. Das sei nicht überall selbstverständlich, bestätigte Karl-Heinz Grebner. Georg Richter will als neues Mitglied des Heimatvereins dafür sorgen, dass noch schattenspendende Bäume gepflanzt werden. Die sollen allerdings die Sicht nicht behindern.