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Deutschland & Welt

US-Häftling Daniel Lewis Lee hingerichtet

Ein 1996 verurteilter Mörder ist in den USA hingerichtet worden. Die Angehörigen der Opfer wollten das verhindern - scheiterten aber vor Gericht.

Daniel Lewis Lee war wegen des Mordes an einem Ehepaar und der achtjährigen Tochter der Frau bei einem Raubüberfall 1996 zum Tode verurteilt worden.
Daniel Lewis Lee war wegen des Mordes an einem Ehepaar und der achtjährigen Tochter der Frau bei einem Raubüberfall 1996 zum Tode verurteilt worden. © Dan Pierce/The Courier/AP/dpa

Washington. Zum ersten Mal seit rund 17 Jahren haben die USA einen auf Bundesebene verurteilten Straftäter per Giftspritze hingerichtet. Der verurteilte Mörder Daniel Lewis Lee sei am Dienstagmorgen (Ortszeit) in einem Gefängnis in Terre Haute im US-Staat Indiana für tot erklärt worden, erklärte das Gefängnisamt des Justizministeriums auf Anfrage. Um die Vollstreckung der Todesstrafe war ein juristischer Streit entbrannt. Eine Entscheidung des Obersten US-Gerichts in der Nacht zum Dienstag machte den Weg am Ende dafür frei.

Lee war wegen Mordes an einem Ehepaar und der achtjährigen Tochter der Frau zum Tode verurteilt worden. Der Raubüberfall im Januar 1996 sei Teil von Bemühungen Lees gewesen, um an Geld für eine rechtsextremistische Gruppe zu kommen. Nach offiziellen Angaben stahl Lee Geld, Waffen und Munition im Wert von rund 80.000 US-Dollar.

Teilnahme an Exekution scheitert an Coronavirus

Unter anderem hatten die Hinterbliebenen von Lees Opfern die ursprünglich für Montag geplante Exekution verhindern wollen, bei der sie anwesend sein wollten. Eine Teilnahme stelle in der Corona-Pandemie wegen der Ansteckungsgefahr aber ein übermäßiges Gesundheitsrisiko dar, hatten sie argumentiert. Streit gab es vor Gericht auch wegen des in der Giftspritze verwendeten Wirkstoffs.

Während viele Bundesstaaten die Todesstrafe vollstrecken, hat es auf Bundesebene seit 2003 keine Hinrichtung mehr gegeben. Die Todesstrafe wurde seitdem zwar weiter verhängt, aber nicht vollstreckt. Für Mittwoch und Freitag sind nach Angaben des Death Penalty Information Center weitere Hinrichtungen auf Bundesebene geplant.

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Fälle, in denen Straftäter von Bundesgerichten zum Tode verurteilt wurden, liegen in der Hand der US-Regierung. Justizminister William Barr drang zuletzt darauf, die Hinrichtungen zu vollstrecken. Zuletzt hatte das Oberste Gericht den Weg für die Wiederaufnahme nach einem Streit um die Exekutionsmethode geebnet. (dpa)

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