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„Daran werde ich mich noch erinnern, wenn ich 80 bin“

Die Jugendsportler des Jahres aus dem Landkreis wurden in Pirna gekürt. Für viele Talente war es ein Höhepunkt ihrer noch jungen Karrieren.

© Daniel Förster

Von Stephan Klingbeil

Pirna. Deutsche Meister, Landesmeister, Spitzenergebnisse in der Region – einmal im Jahr rücken auch sie ins Scheinwerferlicht: die vielen erfolgreichen Nachwuchssportler aus dem hiesigen Landkreis. Am Freitagabend kamen sie in der Pirnaer Herderhalle zusammen zur Jugendsportlerehrung (JSE). Dort wurden unter dem Beifall der rund 200 Gäste die besten und beliebtesten Talente in den Kategorien Nachwuchssportlerin, -sportler und -mannschaft des Jahres 2017 gekürt.

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Insgesamt 13 Sportlerinnen, zwölf Sportler und sieben Teams waren vorab von ihren Vereinen nominiert worden. Alle 32 Kandidaten standen dann zur Wahl. Eine zehnköpfige Fachjury mit Trainern und anderen Experten aus den Bereichen Sport und Wirtschaft bestimmte auch dieses Mal die drei Titelträger über eine voneinander unabhängige Punktevergabe.

Die meisten Zähler bei den Sportlerinnen konnte Rennrodlerin Enola Brünner auf sich vereinen. Die 14-Jährige vom RRC Altenberg hatte die Jury mit ihren Erfolgen überzeugt. Die Schülerin aus Geising erkämpfte etwa Gold bei der Welt-Jugend-Challenge in Innsbruck-Igls, dem wichtigsten internationalen Wettkampf der acht bis 16-jährigen Kufentalente.

„Ich bin sehr glücklich, erwartet habe ich das aber nicht“, sagte die Osterzgebirglerin, nachdem sie den Siegerpokal aus den Copitzer Edelstahlwerken Schmees von ihrer Vorgängerin, Junioren-Weltmeisterin Jessica Tiebel vom RRC, überreicht bekam. Enola Brünner, die vor fünf Jahren über eine Schul-AG zum Rennrodeln gekommen war, betonte, sie könne viel von ihrer sehr erfolgreichen Vereinskollegin lernen. „Und das, was Jessica geschafft hat, will ich auch irgendwann schaffen.“

Seinem Vorbild nacheifern mag derweil auch Rettungsschwimmer-Ass Per Odrich. Der Elfjährige von der DLRG „Obere Elbe“ Pirna ist Deutscher Vizemeister in seiner Altersklasse und wurde am Freitagabend gleich zweimal ausgezeichnet. Bei den Nachwuchssportlern erhielt der Sohn von Trainerin Imke Odrich, der Weltmeisterin im Rettungsschwimmen von 1990, Bronze – und holte dann auch noch den zweiten Platz mit der Mannschaft. Die Pirnaer Staffel der AK 11/12 hatte den bisherigen deutschen Rekord über 4 x 25 Meter um über zwei Sekunden verbessert und schwamm dann zum Deutschen Vizetitel.

Sogar drei Medaillen bei der JSE räumten Talente vom Pirnaer Ruderverein 1872 ab. Sie waren damit die großen Gewinner der Veranstaltung. Während die 16-jährige Deutsche Jugendmeisterin Johanna Sinkewitz knapp den Titel in der Jurywertung verpasste, konnten sich ihre Klubkollegen Franz Werner und der Mixed-Doppelvierer der AK 13/14 jeweils über den ersten Platz freuen. Der nicht zum ersten Mal nominierte Werner, Junioren-Europameister im Vierer, freute sich sehr, dass es dieses Jahr für ihn endlich mit dem Sieg bei der JSE geklappt hat.

Das Pirnaer Ruder-Quartett mit Celina Mitzschke, Julia Stadnicki, Tim Spindler und Niclas Mosig hatte sich indes schon im Vorjahr durchgesetzt. Altersbedingt neu hinzu zu dem erneuten Bundeswettbewerbssieger kam 2017 Steuermann Niklas Klaszszynski.

Das Team durfte am Freitagabend aber noch ein weiteres Mal jubeln: Denn neben der Juryauszeichnung wurden auch in diesem Jahr Publikumspreise vergeben. Für die beliebteste Mannschaft ging dieser ebenso an die Pirnaer Mixed-Crew.

Die meisten Stimmen in den Einzelkategorien sammelten wie schon im Jahr zuvor die Fans und Mitglieder der SG Weißig 1861. Deren zwei Kandidaten, die 14-jährige Speerwerferin Céline John und der ein Jahr jüngere Wurfspezialist Lukas Schober, durften sich somit beide über die Publikumspreise 2017 freuen.

„Das ist eine große Auszeichnung“, erklärte der für die Talentschmiede aus dem Freitaler Ortsteil startende Schüler aus Maxen. „Daran werde ich mich noch erinnern, wenn ich 80 Jahre bin.“ Céline John, die Siegerin im Mitteldeutschen Ländervergleich, hält die Ehrung für gleichwertig mit dem Jurypreis. Insgesamt mehr als 6 600 Einzelstimmen waren für alle 32 Nominierten abgeben worden.

Doch es gab bei der schnörkellosen Gala in der Herderhalle, bei der die Chemnitzer Tanztruppe „De Nischelhupper“ am Ende zum Mittanzen animierte, noch einen weiteren Preisträger: Zum nunmehr zehnten Mal wurde der „Sparkassen-Youngstar“ für besondere Sporttalente aus dem Landkreis überreicht. Dieses Jahr erhielt der Schwimmer Konrad Speck vom Hainsberger SV den mit 1 000 Euro dotierten Nachwuchspreis. Der Deutsche Jahrgangsmeister von 2016 und 2017 im Rücken/Mehrkampf belegte dann bei der Jugendsportlerwahl auch noch Platz zwei.

Die besten Drei der Jury-Wahl, Jugendsportlerin 2017: 1. Enola Brünner (Rennrodeln, RRC Altenberg), 2. Johanna Sinkewitz (Rudern, Pirnaer Ruderverein), 3. Julia Krieghoff (Tischtennis, SG Motor Wilsdruff); Jugendsportler 2017: 1. Franz Werner (PRV), 2. Konrad Speck (Schwimmen, Hainsberger SV), 3. Per Odrich (Rettungsschwimmen, DLRG „Obere Elbe“ Pirna); Nachwuchsmannschaft 2017: 1. Mixed Vierer AK 13/14 (PRV), 2. Jungenstaffel AK 11/12 (DLRG Pirna); 3. C-Juniorinnen (Handball, SSV Heidenau).

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