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Darüber lachte man vor 90 Jahren

Die Stadt Waldheim hat eine Sammlung mit Zeichnungen von Kurt Rübner geschenkt bekommen. Der DA verrät, was damit passieren soll.

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© Dietmar Thomas

Waldheim. Mehr als eine Spendenquittung haben sie nicht gekostet. Peter Zimmermann aus Ahrensburg (Schleswig-Holstein) hat der Stadt Waldheim insgesamt 78 Zeichnungen und die Broschüre „Im Kinderland“ (1920, 48 Seiten) des Waldheimer Malers Kurt Rübner zur Verfügung gestellt. „Peter Zimmermann ist auf die Ausstellung aufmerksam geworden, bei der im vergangenen Jahr Werke von Kurt Rübner in Waldheim gezeigt wurden. Daraufhin hat er uns die Sammlung aus seinem Besitz übereignet“, sagt Barbara Hengst, Mitarbeiterin im Waldheimer Kulturzentrum.

Die Zeichnungen von Kurt Rübner

„Geschichten aus der Murkelei“ ist der Titel eines der Kinderbücher von Hans Fallada. Eine Geschichte heißt „Der verkehrte Tag“ und war für Kurt Rübner die Vorlage für dieses Bild. An diesem Tag muss nicht das Pferd den Wagen ziehen, sondern der Papa.
„Geschichten aus der Murkelei“ ist der Titel eines der Kinderbücher von Hans Fallada. Eine Geschichte heißt „Der verkehrte Tag“ und war für Kurt Rübner die Vorlage für dieses Bild. An diesem Tag muss nicht das Pferd den Wagen ziehen, sondern der Papa.
Die Zeichnung ist eine von 14 Original-Aquarellen für das 1948 erschienene Kinderbuch „Kasperles Abenteuer“. Der Kasperle treibt sein Pferd an, der Hase duckt sich vorsichtshalber unter einen Baum. Das Bild hat eine Größe von 15,8 mal 21,7 Zentimetern.
Die Zeichnung ist eine von 14 Original-Aquarellen für das 1948 erschienene Kinderbuch „Kasperles Abenteuer“. Der Kasperle treibt sein Pferd an, der Hase duckt sich vorsichtshalber unter einen Baum. Das Bild hat eine Größe von 15,8 mal 21,7 Zentimetern.
Postkartengröße hat dieses Bild im Original (11,6 mal 15,2 Zentimeter). Kurt Rübner hat es „Fasching“ genannt. Er beschreibt dabei das lustige Treiben, welches Kinder bei ihrem Kostümfest veranstalten.
Postkartengröße hat dieses Bild im Original (11,6 mal 15,2 Zentimeter). Kurt Rübner hat es „Fasching“ genannt. Er beschreibt dabei das lustige Treiben, welches Kinder bei ihrem Kostümfest veranstalten.
„Die 1. Bubikopf im Kaffeekränzchen“ heißt dieses Bild. Diese Frisur ist in den 1920er-Jahren Mode gewesen, demzufolge dürfte auch diese Zeichnung von Kurt Rübner aus dieser Zeit stammen.
„Die 1. Bubikopf im Kaffeekränzchen“ heißt dieses Bild. Diese Frisur ist in den 1920er-Jahren Mode gewesen, demzufolge dürfte auch diese Zeichnung von Kurt Rübner aus dieser Zeit stammen.

Schon für die genannte Ausstellung anlässlich der 140. Geburtstages und 50. Todestages von Kurt Rübner im vergangenen Jahr hatte das Waldheimer Kulturzentrum Hilfe von außen erhalten. Eine Sammlerin aus Berlin stellte einige Exponate zur Verfügung, wollte sie aber danach zurückhaben. „Umso wichtiger ist es, dass die komplette Sammlung von Peter Zimmermann nun im Besitz der Stadt Waldheim ist“, so Barbara Hengst. Die Zeichnungen sollen allerdings vorerst nicht ausgestellt werden. Auf dem Kunstmarkt gibt es nach den Angaben von Peter Zimmermann nur wenige aktuelle Angebote für die Werke von Kurt Rübner. So ist eine aquarellierte Zeichnung mit 399 Euro angegeben, zwei Tuschezeichnungen mit 120 und 160 Euro.

Kurt Rübner wurde am 13. November 1875 in Waldheim geboren und verstarb am 14. Oktober 1965 in Dresden. Er illustrierte humoristische Dichtungen zahlreicher Autoren, war ständiger Mitarbeiter vieler bekannter Zeitschriften. Vor allem bekannt wurden seine Illustrationen in der Jugendliteratur und Schulbüchern. (DA/fk)