Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Merken

Das ABC der Stadtbad-Saison

Wegen des tollen Wetters geht das Radeberger Bad in die Verlängerung. Aber auch ein paar Ärgernisse gehören zum Stadtbad-Jahr.

Teilen
Folgen
NEU!
© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

Radeberg. Nicht nur bei Olympia, auch im Radeberger Stadtbad purzelten diesmal die Rekorde. „Es war wirklich eine Saison der Superlative“, schwärmte Badchef Frank Hantschmann am gestrigen Vormittag – beim traditionellen Frühstück der Dauerschwimmer zum Saisonabschluss. Und das war diesmal eben nicht der Schluss der Saison, was ebenfalls zum Thema Rekorde gehört. Denn erstmals in der Historie endet die Saison nicht am 15. September; sondern wegen des derzeitigen Hochsommerwetters mitten im September hängen die Badleute zumindest einen Tag dran. „Ab Sonnabend soll ja dann kaltes und Dauerregen-Wetter kommen, da macht es dann keinen Sinn mehr“, findet Frank Hantsch- mann – und es klingt durchaus ein bisschen Bedauern mit. Also am heutigen Freitag noch mal die Badesachen eingepackt: Von 8 bis 19 Uhr hat das Stadtbad die Türen offen und das Wasser plätschert bei sehr, sehr angenehmen 22 Grad Celsius.

Hier nun der Rückblick auf eine ungewöhnliche Saison – die SZ präsentiert das ABC des Stadtbad-Jahres 2016:

A: Ansturm an der Badkasse

Der 23. Juni wird in die Geschichte des Stadtbades eingehen. Denn an diesem Tag wurde der bisherige Rekord-Tagesbesuch von 1 723 Badefans aus dem Jahr 2009 geknackt. Diesmal stürmten nämlich 1 788 Besucher die Stadtbadkasse!

B: Besucher-Zahl

Mit insgesamt 33 662 Besuchern bis zum 15. September war es „eine richtig gute Saison“, resümiert Bad-Chef Frank Hantsch- mann. Die Rekordwerte aus dem Vorjahr – mit 36 200 Besuchern – konnten diesmal zwar nicht getoppt werden, aber besser als 2014 mit damals 28 200 Besuchern war die aktuelle Saison in jedem Fall.

E: Einmietungen im Stadtbad

Insgesamt 13 sogenannte Einmietungen hat es in dieser Saison gegeben – Gruppen also, die über Nacht im Bad bleiben. Vorrangig Schulabschluss-Feiern, aber auch Hochzeiten und Geburtstage. „Da müssen wir uns wirklich für das Verständnis bei unseren Nachbarn bedanken“, unterstreicht Badchef Frank Hantschmann. Nur ein einziges Mal habe es dabei echte Probleme gegeben – „da hatte eine Gruppe von der Stadtverwaltung die Genehmigung bekommen, bis 2 Uhr nachts feiern zu können“, so der Badchef. Das werde es künftig nicht mehr geben. „Auch für das Bad gilt die Polizeiordnung – und das heißt, ab 22 Uhr muss es ruhig zugehen“.

F: Flüchtlings-Jugendliche

Seit Mitte des Jahres sind bekanntlich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der alten Kolping-Schule in Radeberg untergebracht. Die Jugendlichen stammen laut Landratsamt aus Afghanistan. „Und sie waren regelmäßig auch bei uns im Stadtbad – es hat keinerlei Probleme gegeben, das ist auch mal wichtig zu erwähnen“, findet Frank Hantschmann. Der Badverein sei in engem Kontakt mit den Betreuern, „das hat alles super funktioniert“.

P: Pläne für die Saison-Pause

Auch wenn die Badtore ab Sonnabend geschlossen bleiben, wird sich noch einiges tun im Stadtbad. So sollen die Kabinen im unteren Badbereich von ihrem Asbestdach befreit und die Türen saniert werden. Zudem sollen auch die bisher ungenutzten Kabinen an der oberen Liegewiese auf Vordermann gebracht werden. „Denn die Nachfrage ist groß – Kabinen werden ja bei uns quasi nicht vermietet, sondern fast schon vererbt“, so Frank Hantschmann augenzwinkernd. Spätestens 2018 sollen die oberen Kabinen genutzt werden können.

R: Rekord-September

Noch nie war ein September so erfolgreich, wie dieser. Allein am 13. September strömten 901 Besucher ins Bad. Fast genauso viele wie im gesamten September 2015! Insgesamt zählten die Kassenfrauen fast 5 000 Besucher allein im September.

Z: Zufahrt-Ärger

Sauer ist der Badverein, dass die Bauarbeiten an der neuen Zufahrt hinter dem Badkiosk nicht wie geplant über die Bühne gegangen sind. „Die Arbeiten sollten zum Saisonstart am 15. Mai fertig sein –  nun haben wir den 15. September und die Baufirma hat es noch immer nicht hinbekommen, das ist unglaublich ärgerlich“, wettert Badchef Frank Hantschmann. Zumindest die Zufahrtstraße vom oberen Badeingang bis zum Kiosk war hingegen termingerecht zum Saisonstart fertig gewesen …