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Das Glück des Tüchtigen

Jetzt dürfen wir es ja sagen: Der Werbespruch für den 14. Tag der Sachsen – „Wer Weißwasser kennt, der weiß, was er kennt“, ist ziemlich blöd. Aber das war auch schon so gut wie der einzige Missgriff,...

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Von Steffen Klamethüber den Tag der Sachsen in Weißwasser

Jetzt dürfen wir es ja sagen: Der Werbespruch für den 14. Tag der Sachsen – „Wer Weißwasser kennt, der weiß, was er kennt“, ist ziemlich blöd. Aber das war auch schon so gut wie der einzige Missgriff, und gestört hat es offenbar auch niemanden: Mit 280 000 Besuchern wurden die Hoffnungen der Gastgeber sogar noch übertroffen.

Was bleibt von den drei tollen Tagen? Zunächst die Erinnerung an ein schönes Volksfest, bei dem die Sonne häufiger und wärmer schien als bei allen vorangegangenen Sachsenfeten. Organisatoren haben darauf bekanntlich wenig Einfluss, nennen wir es einfach das Glück des Tüchtigen.

Denn tüchtig waren die Veranstalter, und auch das sollte fortwirken: der Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer, die Suche nach immer neuen Ideen, das Brücken-Schlagen nach Polen und Tschechien. Es gab manche Zweifler, als Weißwasser vor zwei Jahren – damals als einziger Bewerber – den Zuschlag für den Sachsentag 2005 erhielt. Doch den vermeintlichen Nachteil – die Lage im äußersten Nordosten des Freistaates – verwandelte die Stadt in einen Vorzug und lockte viele Besucher aus den Nachbarländern samt Brandenburg an.

Weißwasser kann von dem Fest zehren. Mit dem Fördergeld, das jede Gastgeberstadt erhält, wurde das Stadtbild aufgefrischt – und damit auch das Image aufpoliert. Das wird bleiben – auch wenn Weißwasser auf lange Sicht nicht mehr so bunt und so voll sein wird. S.1/8