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Das ist der größte Simson-Fan weit und breit

Seit er sechs Jahre alt ist, sind Mopeds der Mittelpunkt im Leben von Stephan Gasch. Sein Hobby hat er zum Beruf gemacht.

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Von Sylvia Mende

Zävertitz. Vor der Werkstatt in Zävertitz steht ein Krause-Duo. Es ist original erhalten, das Vorderrad fehlt und dem Lack ist anzusehen, dass das Gefährt schon ziemlich alt ist. Später einmal, wenn er alt ist, will sich Stephan Gasch aus Zävertitz dieses Gefährt aufbauen. Doch bis dahin wird noch viel Zeit vergehen und jede menge anderer Mopeds und Motorräder in seiner Werkstatt stehen. Besonders stolz ist er auf den grünen Habicht aus dem Jahr 1973, den er für seinen Besitzer in Schuss gebracht hat.

„Ja, bastel- und technikbegeistert war er schon immer“, bestätigt die Mutter von Stephan Gasch. Seine Oma setzt noch eins drauf und erzählt, dass ihr Enkel mit drei Jahren den Schlitten auseinandergenommen habe, um ihn neu zu konstruieren. Und eigens für die Bastelei an Zweirädern stand für Stephan Gasch immer eins auf dem Hof bereit, seitdem er sechs Jahre alt war. „Ich habe die Teile auseinander und wieder zusammengebaut. Manchmal hat auch eine Schraube gefehlt. Da musste ich mir was einfallen lassen. Aber ich habe immer wieder dazugelernt“, so Stephan Gasch. Manchmal habe er sich auch als Junge auf das Moped seines Vaters – es war ein SR 50 – gesetzt und so getan, als ob er fahren würde. „Ich konnte den Tag, an dem ich endlich meine Fahrprüfung ablegen durfte, kaum erwarten. Das war mit 16 Jahren. Doch der begeisterte Zweirad-Fan fuhr bereits mit 14 Jahren Moto-Cross. Diesem Hobby ist er bis heute treu geblieben, auch wenn er wenig Zeit dafür hat. 2“Am Sonntag Vormittag müssen schon zwei Stunden für mein Hobby drin sein“, so Stephan Gasch. Während der Jahre als Motocrossfahrer musste er auch schon viele Blessuren und Brüche ausheilen. Doch das hat seiner Liebe zum Motorsport nichts anhaben können. Sein erstes Moped, mit dem er offiziell auf der Straße fahren konnte, war ein S 51 in babyblau. Das habe er selbst aufgebaut.

Gasch erlernte den Beruf des Elektroinstallateur, um später einmal das Geschäft seines Vaters zu übernehmen. In seiner Freizeit bastelte er weiter an den Zweirädern. Vor etwa sieben Jahren bin ich mit meinem Kumpel und Werkzeug im Rucksack zu Freunden und bekannten gefahren und habe Mopeds repariert. Es sprach sich immer mehr herum, dass ich die Mopeds aus DDR-Zeiten reparieren und sogar neu aufbauen kann. „Es war eine wahnsinnige Zeit. Doch bald wuchs mir das ganze über den Kopf. Es war einfach zuviel. Deshalb entschloss ich mich, mein Hobby zum Beruf zu machen“, so Stephan Gasch.

Er selbst möchte sich eine Awo zulegen und noch eine Java CZ 175 neu aufbauen. Doch zurzeit bereitet der Zävertitzer gerade das dritte Simson-Treffen vor, dass er und seine Beknnten für Sonnabend auf einer Wiese neben seiner Werkstatt ab 13 Uhr organisiert haben.