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Das Pokerspiel mit den Blumen

Rajko Töpke ist mit seinem Blumen- und Pflanzenhandel Horrido in eine Halle ins Gewerbegebiet Ostrau gezogen.

© D. Thomas

Von Sylvia Mende

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Der Arbeitstag beginnt für Blumen- und Pflanzenhändler Rajko Töpke früh um 4 Uhr. Dann informiert er sich im Internet, welche Blumen zu welchem Preis und welcher Stückzahl bei der sogenannten Blumenversteigeruhr in Holland zum Verkauf angeboten werden. Hier werden weltweit Blumen gehandelt. Töpke weiß, wie viel und was er für seinen Großhandel ordern muss. Punkt um 6 Uhr beginnt die Blumenversteigerungsuhr zu ticken. Sie läuft rückwärts. Der Versteigerungsmeister gibt den Höchstpreis und die Mindestmenge bekannt. Wer als Erster drückt, bekommt die Ware. Später wird es günstiger. Allerdings kann man Pech haben und nicht mehr die gewünschten Blumen bekommen. „Es bleibt immer spannend. Täglich werden die Karten neu gemischt“, sagte Rajko Töpke. Was er heute früh ersteigert, kommt in der Nacht in Ostrau an und wird morgen in die Läden gebracht. „Unser Vorteil ist, dass wir vor Ort einkaufen und es keine Zwischenhändler gibt“, sagte Töpke.

Er bringt Farbe ins Ostrauer Gewerbegebiet. In einer seit Jahren leerstehenden Halle an der Mittelstraße hat sich der Blumen- und Pflanzenhandel Horrido angesiedelt. Rajko Töpke hat die Halle gekauft und innen umgebaut. So fahren zum Beispiel die Fahrzeuge, mit denen die Blumen und Pflanzen transportiert werden, in die Halle. Die temperaturempfindliche Ware kann so besser ausgeladen und entweder im Kühlhaus oder in der Halle gelagert werden. Rajko Töpke, der ursprünglich im Unternehmen vom Blumenhaus Regina Töpke arbeitete, hatte sich zur Weiterführung des Unternehmens selbstständig gemacht und nach einem Gewerbestandort gesucht. Gefunden hat er den im Ostrauer Gewerbegebiet. „Ich habe hier alles vorgefunden, was ich für meinen Blumen- und Pflanzenhandel benötige. Dazu gehören die günstige Verkehrslage, der Anschluss ans schnelle Internet und Telefon. Da in der Nacht die Transporter aus Holland anrollen, sollte die Lage abseits eines Wohngebietes sein. Und das haben wir hier alles“, so Rajko Töpke. Außerdem habe der Firmenstandort eine zentrale Lage im Hinblick auf die zu beliefernden Blumengeschäfte in der Region, in Sachsen, Brandenburg und Thüringen.

Beim Horrido Blumen- und Pflanzenhandel sind 25 Mitarbeiter beschäftigt. Dazu gehören auch die Floristinnen, die in den zehn Filialen des Unternehmens arbeiten. Horrido hat Rajko Töpke sein Unternehmen genannt, weil ihm der von der Jagd stammende Begriff gut gefallen hat. Der Blumen- und Pflanzenhändler bezieht seine Waren sowohl von Gärtnern aus der Region als auch aus Holland von der Blumenversteigerungsuhr. Bevor sich das Unternehmen in Ostrau angesiedelt hat, fuhr Rajko Töpke ein- bis zweimal in der Woche nach Holland, um an der Versteigerung teilzunehmen. Jetzt kann er das wegen der guten Internetverbindung direkt von seinem Schreibtisch aus.

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