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Karnevalsverein feiert Fasching 

Für die Karnevalisten aus Daubitz war der Auftritt in Quolsdorf eine willkommene Generalprobe für den Hofball.

Von Rolf Ullmann
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Die Funkengarde begeistert mit ihrem Auftritt das Publikum.
Die Funkengarde begeistert mit ihrem Auftritt das Publikum. © Foto: Rolf Ullmann

Bis zu den drei tollen Tagen vergehen noch rund vier Wochen. Doch am späten Sonnabendnachmittag ertönt im Saal Quolsdorf bereits jetzt im Januar mehrfach der Schlachtruf „Daubitz alan“. Mit dieser lautstarken Begrüßung läuten Elferrat, Funken und die Mitwirkenden am Programm den traditionellen Fasching für Junggebliebene im Hähnichener Ortsteil ein. Wie Wolfgang Wichor, der Vorsitzende des Heimatvereins Quolsdorf, berichtet, lockt diese Veranstaltung seit 1996 Jahr für Jahr die schon etwas älteren Gäste Mitte Januar in großer Zahl in den kleinen Ort. Waren es zu Beginn noch zwei Veranstaltungen, reduzierten sich diese im Verlauf der Jahre auf eine einzige. Die bereitet seither dem Publikum in einem stets voll besetzten Saal einen äußerst vergnüglichen Nachmittag. Daniel Junge, der Präsident des Daubitzer Karnevalsvereins, muss schon hin und wieder auf seine vorbereitete Liste schauen, damit er während der Begrüßung ja keinen der Orte vergisst, aus denen die Damen und Herren zum Feiern angereist sind. Beifall brandet immer wieder auf, als der Präsident die Quolsdorfer, Daubitzer, Rietschener sowie die Gäste aus den Orten zwischen Rothenburg und Horka begrüßt.

Damit sie alle, auch ohne eigenes Auto, ihr Ziel rechtzeitig erreichen, rollt von der ersten Veranstaltung an bis zum heutigen Tag ein Bus des Reiseunternehmens Schwarz aus Hähnichen durch die Gemeinden. Die Fahrt mit dem Bus ist im moderat gehaltenen Gesamtpreis ebenso inbegriffen wie der Eintritt sowie Kaffee und Kuchen. Für Annette Meinert und Rainer Wichor, als den beiden Hauptverantwortlichen für die Organisation des Faschings, bildet ein voll besetzter Saal stets aufs Neue den schönsten Lohn für die Mühen der Vorbereitung. Während der Veranstaltung sorgt ein Großteil von den insgesamt 20 Mitgliedern des Heimatvereins in der Küche, beim Ausschank und als Bedienung dafür, dass keiner der Gäste hungrig oder durstig bleibt. Zu denen, die unentwegt im Saal unterwegs sind, zählt Vivien Hillmann. Als Prinzessin Vivien gebietet sie gemeinsam mit Prinzgemahl René I. über das närrische Volk. „Dieses Amt hat uns beiden viel Spaß gemacht. Schade, dass diese Zeit bald zu Ende geht“, sagt sie mit einigem Bedauern. Denn am 16. Februar ist es so weit. Dann übergibt das Prinzenpaar während des Hofballs im Vereinslokal „Zur Krone“ mit dem Zepter auch die Regentschaft über das närrische Volk an seine Nachfolger. Wer dies sein wird, das bleibt bis zuletzt ein ganz streng gehütetes Geheimnis des Elferrats. Doch bis dahin verfolgen die zwei, gleich den anderen Gästen, das Programm auf der kleinen Bühne. Diesmal richtet sich der Fokus auf das Geschehen im kleinen Tante Emma Laden, in dem Groß und Klein in Daubitz einkauft. Die Kittelschürze als kleidsames Utensil der Damen, die nur kurz etwas einkaufen wollen, und dann doch beim Plaudern im Laden die Zeit vergessen, gehört natürlich dazu.

Der Heimatverein Quolsdorf sowie die Daubitzer Karnevalisten sind seit vielen Jahren im gegenseitigen Geben und Nehmen miteinander verbunden. Denn es gibt keine Einbahnstraße zwischen Daubitz und Quolsdorf. Mitglieder des Heimatvereins unterstützen zum Beispiel den Daubitzer Karnevalsverein tatkräftig beim Ausschank sowie bei anderen Aufgaben während des jährlichen Countryfestivals auf der Forest Village Ranch im Juni.