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Debatte um Gedenkstein

Darf jemand auf dem Friedhof mit einem Gedenkstein an den gefallenen Vater erinnern? In Obergurig wird über diese Frage diskutiert.

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© Uwe Soeder

Von Madeleine Siegl-Mickisch

Obergurig. Über die Bitte einer Einwohnerin der Gemeinde informierte Obergurigs Bürgermeister Thomas Polpitz (CDU) jetzt im Gemeinderat: Sie möchte einen Gedenkstein, der an ihren im Zweiten Weltkrieg gefallenen Vater erinnert, vom Bautzener Taucherfriedhof auf den Oberguriger Friedhof umsetzen lassen. „Sie würde auch eine Bank dazustellen und für alle Kosten aufkommen“, so Polpitz. Aus dem Gemeinderat regte sich zunächst kein Widerspruch. In der Bürgerfragestunde wurde dann aber doch kritisch nachgehakt, nach dem Motto: Da könnte ja jeder kommen und für seine gefallenen Angehörigen einen Gedenkstein aufstellen wollen.

Gemeinderätin Uta Krebs (Unabhängige Bürgerbewegung) erinnerte daran, dass es ja mal Überlegungen gegeben habe, eine Gedenkstätte für alle Gefallenen des Zweiten Weltkrieges, die aus der Gemeinde stammten, zu errichten. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein sei vor ein paar Jahren ein Aufruf initiiert worden, um die Namen der Opfer zu ermitteln, sagt Polpitz. Allerdings sei der Rücklauf nur gering gewesen. Deshalb habe man die Sache nicht weiterverfolgt. Bisher wird auf dem Oberguriger Friedhof nur an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnert.