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Der Jens, die Königin und die Beeren

Eine Skisprunglegende kam zum Erntedankfest auf der Brockwitzer Aroniaplantage.

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© Norbert Millauer

Von Beate Erler

Sie misst 15 Millimeter im Durchmesser, rund und trägt eine dunkelviolette Farbe. Im Geschmack ist sie für viele etwas gewöhnungsbedürftig, denn süß ist sie nicht gerade. Sie schmeckt herb und säuerlich und sei sehr gesund: Die Aroniabeere. Vergangenes Wochenende war sie der Star beim Aroniafest in Coswig-Brockwitz. Und zog Stars an.

Zum Beispiel Skisprunglegende Jens Weißflog. Als Leistungssportler weiß er wie wichtig gesunde Ernährung ist und glaubt an die heilende Kraft der Aroniabeeren: „Ich beschäftige mich seit Jahren mit gesunder Ernährung, denn nicht nur Sportler brauchen ein stabiles Immunsystem“, sagt Weißflog schmunzelnd. Mittlerweile betreibt er ein Hotel in Oberwiesenthal, wo die Beere im Hotelgarten wächst und in der Küche verarbeitet wird. Ein Klassiker ist zum Beispiel der Aroniagulasch mit der Beere als Farb- und Geschmacksträger.

Lange Zeit wurde die Aronia auch in Brockwitz nur zur Verwendung als Lebensmittelfarbe angebaut. „Mit dem Jahr 2003 hat sich das geändert“, sagt Jörg Holzmüller, Geschäftsführer der Dresdner Marke Aronia Original. Seit dem gibt es die Beere im Bier, im Käse, in Konfitüre, im Glühwein oder auch als getrocknete Frucht. Von einem Aronia-Hype könne man aber noch nicht sprechen, denn vielen ist sie noch nicht einmal bekannt, so Holzmüller.

Auf dem Festgelände direkt am Elberadweg hatten sich dennoch Hunderte eingefunden, die sich informieren oder einfach nur von den Beerenvarianten probieren wollten.

Seit einer Woche ist Erntezeit auf Deutschlands größter Aroniaplantage, die mit dem Aroniafest gefeiert wird. Auf der 62 Hektar großen Plantage reiht sich Strauch an Strauch. Vor fast 20 Jahren wurden die ersten Sträucher hier gepflanzt .