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Der Kürbis im Apfelbaum

Ein besonderes Exemplar der Pflanze hat Martin Thiele jetzt in seinem Garten entdeckt – in drei Metern Höhe.

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© privat/Ronald Voigt

Riesa. Das hat Martin Thiele noch nie erlebt: Eine Kürbispflanze ist über den Holunder hoch in den Apfelbaum gerankt. Eine Frucht thront nun in rund drei Metern Höhe. Und dort soll der Kürbis auch bleiben, sagt der Gröbaer. „So lange, wie’s geht.“ Aber nicht, dass er herunterfällt und eine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Immerhin ist statistisch gesehen die Gefahr größer, von einer herunterfallenden Kokosnuss getötet zu werden als von einem Blitz. Nicht wesentlich anders dürfte es sich mit herabfallenden Kürbissen verhalten.

Eine echte Gefahrenquelle dürfte Thieles Stiefsohn Ronald Voigt, der gleichzeitig Fotograf des Fotos ist, auf gar keinen Fall tolerieren. Immerhin ist er im Landratsamt für den Katastrophenschutz zuständig. Der 86-jährige Gärtner hat deshalb für diesen Fall schon einmal vorgesorgt: „Ich habe den Kürbis noch mit etwas Draht befestigt, damit nichts passiert.“ Es wäre ja auch schade um die Frucht, wenn sie herunterfällt und zerplatzt.

Den Apfelbaum, in den die Kürbispflanze hineinrankt, hat es übrigens schon gegeben, als Martin Thiele 1979 aus der Nähe von Großenhain nach Riesa zog. Gleich acht Apfelsorten wachsen auf dem Baum, erzählt Thiele. „Ich habe sie alle selbst aufveredelt.“ Er habe Erfahrung in der Landwirtschaft. Dass in seinem Garten in Gröba ein Kürbis in luftige Höhen wächst, ist ihm aber auch noch nicht passiert.

Nun hängt also im Apfelbaum noch eine neunte Sorte. Martin Thiele fand das so amüsant, dass er gleich noch ein kleines Gedicht über den fliegenden Kürbis geschrieben hat. Das sei ein kleines Hobby von ihm, sagt der Rentner. Fast wie von selbst habe sich der Sechzehnzeiler (siehe unten) geschrieben.

Was aus dem Kürbis wird, wenn er reif ist, das weiß Martin Thiele auch schon genau: „Dann gibt es Suppe, denn die ist gesund.“ (SZ/stl)