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Döbeln

Der Richterturm muss noch warten

Vor dem 65. Reitturnier ist mit den Instandsetzungsarbeiten am Reitplatz begonnen worden. Alles ist noch nicht fertig.

Olaf Planitz (rechts) und Roger Schulz vom Vorstand des Reitvereins Lüttewitz erneuern für das Reitturnier am kommenden Wochenende die Aufschrift auf einem Aufsteller. Im Hintergrund ist der Anbau zu sehen, der ein neues Dach bekommt. © Jens Hoyer

Döbeln. Der Reitverein Lüttewitz bereitet sich auf ein Großereignis vor: Am kommenden Wochenende wird das 65. Turnier auf dem Reitplatz in Lüttewitz ausgetragen. Aus der geplanten Sanierung des sogenannten Richterturms ist allerdings noch nichts geworden. Der sollte neue Fenster bekommen, aber es gibt Lieferzeiten, sagte Roger Schulz vom Vorstand des Vereins. Zum Turnier sollte der Turm keine Baustelle sein. „Wir fangen nach dem Turnier damit an.“

Der Verein hat Geld bekommen für die Instandsetzung der Gebäude auf seinem Reitplatz. Fast 63.000 Euro stehen zur Verfügung. Geld, das die Sächsische Aufbaubank, der Landkreis Mittelsachsen und die Stadt Döbeln bereitstellen. Er muss zehn Prozent der Summe aufbringen. „Das ist für uns machbar. Wir stehen finanziell solide da“, sagte Schulz. Die Vereinsmitglieder und Helfer klemmen sich dahinter, wenn bei Veranstaltungen eine Menge Gäste nach Lüttewitz kommen. „Wir geben die Versorgung nicht aus der Hand“, sagte Schulz. Das spielt das Geld ein, das der Verein braucht.

Einen großen Schuppen haben die Reiter schon neu eindecken lassen, als es im Frühjahr das Geld gegeben hatte. Jetzt ist ein Wellblechdach statt des alten undichten Eternitdachs auf der Scheune. Das Dach auf einem kleinen Anbau soll auch noch bis zum Turnier fertiggestellt werden. „Das ist mal als Unterstellmöglichkeit für Pferde gebaut worden. Jetzt nutzen wir es als Grillplatz“, sagte Schulz.

Der Richterturm, vor mehr als 30 Jahren gebaut, braucht dringend eine Sanierung. Vor allem die Fenster sind marode.  © Archiv/André Braun

Der Richterturm auf dem Reitplatz stammt aus der Mitte der 1980er-Jahre. Damals gehörte der Reitverein noch zur LPG Pflanzenproduktion in Zschäschütz. „Wir haben Geld für die Pferde und Kinderausbildung bekommen“, erzählte Dietmar Starke, der seit 1968 Turniere reitet. Heute gehört das Gelände dem Verein. „Wir sind schuldenfrei“, betonte Schulz.

Die Fenster im Richterturm sind noch die aus der Erbauungszeit. „Die sind zum Anklappen. Wir dachten schon, dass die mal rausfallen“, sagte Schulz. Die Fenster werden erneuert. Außerdem die Eisentreppe am Turm und der Fußboden in der Küche. „Die Reparatur würde unsere Möglichkeiten übersteigen“, sagte Schulz. Die fälligen Arbeiten lässt der Reitverein von Firmen ausführen. „Den Schuppen malern wir selbst.“

In der kommenden Woche werden die Vereinsmitglieder jeden Tag auf dem Platz sein, um das Turnier vorzubereiten. „Das ist eingespielt. Jeder weiß, was er zu machen hat“, sagte Schulz. Am kommenden Wochenende wird es etwa 800 Starts bei Prüfungen im Spring- und Turnierreiten geben.

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