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Döbeln

Der Tabellenspitze näher

Nach dem dritten Sieg im dritten Spiel: Der ESV Lok Döbeln liegt auf Platz vier. Allerdings haben die Gegner mehr Spiele absolviert.

Symbolfoto
Symbolfoto ©  Claudia Hübschmann

Döbeln. Die Frauen des ESV Lok Döbeln sind nach ihrem Comeback auf dem Großfeld in dieser Saison endgültig in der Landesklasse Nord angekommen. Im ersten echten Spitzenspiel besiegte der ehemalige Meister der Liga den Leipziger FC mit 4:3 und rückte auf den vierten Platz nach vorn und kommt damit der Tabellenspitze immer näher. Nicht zuletzt, da die Schützlinge von Thomas Jäschke und Dieter Hempel drei Siege in drei Spielen verbuchten und im Gegensatz zur Konkurrenz ein, beziehungsweise zwei Spiele weniger bestritten haben.

In Leipzig entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, in der die immer noch ersatzgeschwächten Großbauchlitzerinnen trotz ungewohnter Bedingungen eine ordentliche Leistung abriefen. „Es war schwierig, denn der LFC hat eine gute, junge Truppe zusammen und auf Kunstrasen ist es eh nicht einfach, zu spielen“, sagte Jäschke. Der sah dann einen beherzten und routinierten Auftritt seiner Mädels. Die erfahrenen Denise Wittig (6., 24.) und Susann Grandke (19.) hatten ihre Farben bis Mitte der ersten Halbzeit komfortabel mit 3:0 in Führung gebracht, ehe die Gastgeberinnen zehn Minuten vor der Pause verkürzen konnten.

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Im zweiten Abschnitt blieben Chancen zunächst hüben wie drüben ungenutzt. Als nach 70 Minuten durch Grandke das 1:4 fiel, sollte das eigentlich die Vorentscheidung gewesen sein. Doch es wurde nochmals spannend, woran die Döbelnerinnen nicht ganz schuldlos waren, da sie den Sack nicht endgültig zugebunden hatten.

Die Leipzigerinnen verkürzten nach 80 und 84 Minuten auf 3:4 und wollten nun natürlich mehr. Entsprechend gestaltete sich eine hektische Schlussphase, in der die Gastgeberinnen alles auf eine Karte setzten. Letztendlich blieben deren Bemühungen aber auch in der unverhältnismäßig langen, sechsminütigen Nachspielzeit unbelohnt. So jubelten die Döbelnerinnen über weitere drei Punkte. „Hinten heraus kann man zufrieden sein, wobei wir es weitaus deutlicher hätten rüberbringen können. Aber aufgrund der Ausgangssituation sind wir doch zufrieden“, sagte ESV-Trainer Thomas Jäschke.

Viel Zeit, das bisherige starke Abschneiden zu feiern, bleibt den Lok-Frauen allerdings nicht. Bereits am Wochenende wartet das nächste Spitzenspiel auf sie. Dann empfangen die Döbelnerinnen am Sonntag um 15 Uhr im heimischen Stadion den derzeitigen Spitzenreiter SpG BSV Schönau/Eintracht Süd II und könnten mit einem Sieg einen weiteren Schritt dorthin machen, wo sie früher standen: In die Spitzengruppe.

Leipziger FC - ESV Lok Döbeln 3:4 (1:3)

ESV Lok Döbeln: V. Liebschner, Rademacher, Grandke, Wittig, Kommol, Uschner, Giesecke, Hempel, Schwärig (22. Uhlig), Schmidt (75. E. Liebschner)

Tore: 0:1 Wittig (6.), 0:2 Grandke (19.), 0:3 Wittig (24.), 1:3 Gram (35.), 1:4 Grandke (70.), 2:4 Zimmer (80.), 3:4 Rausch (84.)

Schiedsrichter: Steudel (Leipzig)

Zuschauer: 30