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Dickdarmerkrankungen – von gut bis bösartig

Beschwerden des Dickdarms können viele Ursachen haben. Ihre Spanne reicht von Infektionen, Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa bis hin zu Tumoren.

© Elblandkliniken

Radebeul. Chronische Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung – meist werden wir uns unseres Verdauungstraktes erst bewusst, wenn es im Bauch zwickt und kneift. Der rund anderthalb Meter lange Dickdarm sorgt u. a. dafür, dass lebenswichtige Elektrolyte aus der Nahrung dem Körper zur Verfügung stehen und unverdauliche Ballaststoffe zersetzt werden.

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Vom Mut, nicht wegzusehen.  

Joachim Gauck erinnert zum 30-jährigen Jubiläum an den Beginn der Wende in der DDR. 

Dr. med. Philipp von Breitenbuch ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. med. Tillmann Bert Leiter der Klinik für Innere Medizin am Elblandklinikum Radebeul. Beim SZ-Gesundheitsforum zum Thema „Erkrankungen des Dickdarms“ am 7. März können Interessierte von ihnen Informationen über neueste Diagnostik- und Behandlungsmethoden auf dem Gebiet der Dickdarmerkrankungen erhalten und ihre Fragen stellen.

Herr Dr. von Breitenbuch, Herr Dr. Bert, sind jeder Durchfall oder jedes Bauchgrummeln gleich bedrohliche Alarmzeichen? Bei welchen Symptomen ist ein Arztbesuch angeraten?

Nicht jeder Durchfall oder jedes Bauchgrummeln sind ein Alarmzeichen. Wenn sich jedoch über einen längeren Zeitraum Stuhlgangsunregelmäßigkeiten mit z. B. Durchfall oder Verstopfung zeigen, dann sollte ein Arztbesuch erfolgen. Weitere wichtige Warnsymptome sind Blut im Stuhl und ungewollter Gewichtsverlust. In diesen Fällen ist eine Abklärung ebenfalls dringend empfohlen.

Welche Bedeutung messen Sie Früherkennungsuntersuchungen bei Erkrankungen des Dickdarms zu?

Die Früherkennungsuntersuchungen sind gut etabliert und sehr sinnvoll. Durch den Test auf Blut im Stuhl und insbesondere durch die Darmspiegelung lassen sich Darmpolypen frühzeitig erkennen und durch die Darmspiegelung entfernen. So kann das Risiko für Darmkrebs erheblich reduziert werden. Zudem kann durch die Vorsorgemaßnahmen Darmkrebs in frühen Stadien entdeckt und dementsprechend mit viel günstigerer Prognose behandelt werden.

Welche aktuellen Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie bestehen im Radebeuler Elblandklinikum?

Diagnostisch führen wir in großer Anzahl Darmspiegelungen mit Entfernung von Darmpolypen durch. Im Fall einer Tumorerkrankung können wir die Ausbreitungsdiagnostik mit Ultraschall, CT, MRT, Endosonographie und Kontrastmittelsonographie vervollständigen. Besteht die Indikation zur operativen Therapie einer Darmerkrankung wie z. B. bei wiederholten Entzündungen durch Aussackungen am Darm oder im Falle eines Dickdarmkrebses können wir den Dickdarm operativ über einen Bauchschnitt oder mittels „Schlüssellochchirurgie“ entfernen. Im Falle von Tumorabsiedelung in der Leber können auch diese selbstverständlich auch operativ entfernt werden. Bei ausgewählten Patienten können wir sogar Absiedlungen auf dem Bauchfell entfernen und eine erhitzte Chemotherapie in den Bauchraum verabreichen. Alle Patienten mit Krebspatienten werden bei uns in der interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen. Es wird dann die optimale individuelle Therapie für den jeweiligen Patienten festgelegt. Durch die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Onkologen und Strahlentherapeuten können wir das gesamte Spektrum der Krebsbehandlung anbieten.

Die Fragen stellte Kristin Koschnick.

Das SZ-Gesundheitsforum „Dickdarmerkrankungen – von gut bis bösartig! Diagnostik und Therapiemöglichkeiten“ findet am 7. März 2018, 18 Uhr im Elblandklinikum Radebeul, Heinrich-Zille-Straße 13, Patientenlounge, Erdgeschoss, statt. Der Eintritt ist frei. Aufgrund des begrenzten Platzes wird um Anmeldung unter Telefon 03521 41045520 oder 0351 837475670 gebeten.

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