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Die drei von der neuen Stromtankstelle

Das Angebot für die Fahrer von Elektroautos wird ausgebaut. Auch Bezahlen wird einfacher.

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© Frank Baldauf

Von Franz Herz

Altenberg. In Altenberg am Liftparkplatz hat die Enso Energie Sachsen Ost eine neue Stromtankstelle eingerichtet. Diese ist am Dienstagnachmittag von Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) und Enso-Vertretern offiziell in Betrieb genommen worden. Es ist nach Glashütte, Tharandt, Bad Schandau, Rathen und Sebnitz die sechste Ladesäule für Elektroautos, welche die Enso im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge betreibt. Darüber hinaus bieten in der Region Autohäuser und Privatanbieter einzelne Lademöglichkeiten an.

Meistens werden die Elektroautos zu Hause aufgeladen oder Betriebsautos am Firmensitz. Mit ihren Ladestationen will die Enso zusätzlich die Möglichkeit bieten, während einer Skitour oder einer Wanderung das Auto aufzuladen. Deswegen sind die Ladestationen in der Region auch an touristisch interessanten Stellen eingerichtet worden. Altenberg reiht sich hier ein. „Wir haben die Standorte in enger Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern ausgesucht“, sagt Enso-Sprecherin Claudia Kuba.

Die Stadt Altenberg leaste bereits ein Elektroauto bei der Enso und nutzt es für die Dienstfahrten. Bürgermeister Kirsten sagt: „Wir leisten in der Region unseren Teil für den Einsatz regenerativer Energien. Die Ladestation ist ein weiterer Baustein für die CO2-Einsparung. Die zahlreichen Besucher, wie auch die Ortsansässigen können nun die moderne Ladesäule nutzen.“

Kostenlos ist das Aufladen auch an einer Stromtankstelle nicht. Die Enso hat dafür ein Abrechnungssystem entwickelt und sich auch patentieren lassen. Mit dem Smartphone können damit auch Besucher ihr Auto laden, die von woandersher kommen. Sie laden sich eine App auf ihr Handy und können sofort nach der Online-Anmeldung ihr Auto anstöpseln.

Stromticket machts einfacher

Das System heißt Stromticket und damit kann ein Elektroautofahrer auch an den Ladestationen der Drewag in Dresden, der Stadtwerke in Radebeul, Rostock und Werdau seine Akkufüllung bezahlen. Abgerechnet wird über die App Handyticket, die auch der Verkehrsverbund Oberelbe für seine Tickets nutzt.

Die Altenberger Station bietet mehrere Ladeanschlüsse. An dem kleineren dauert es sechs Stunden, bis der Akku eines Kleinwagens wieder für 120 Kilometer Fahrt aufgeladen ist. Wer die nötige Technik in seinem Auto hat, kann es auch mit Drehstrom aufladen. Dann fließt mehr Saft durch die Leitung und es ist nach zwei Stunden wieder bereit für 120 Kilometer Fahrt. Der Strom für diese Entfernung kostet sechs Euro. Damit die Fahrer für ihr Geld ein ruhiges Umweltgewissen haben können, rechnet die Enso hier ihr Angebot Enso-Strom-Umwelt ab, der aus erneuerbaren Energiequellen kommt.

Die Erfahrungen mit den bisherigen Ladesäulen zeigen, dass die Nachfrage noch nicht groß ist. „Aber uns ist klar, dass sich das erst einschwingen muss. Da muss aber auch jemand vorangehen und die neue Technik begleiten“, sagt Kuba. Das geschieht auf verschiedenen Ebenen. Zum einen entwickeln die Fahrzeughersteller die Technik weiter, zum anderen benötigen diese die Infrastruktur, damit die Eigentümer mit ihren Elektroautos sich keine Gedanken machen müssen, wo sie ihren Akku wieder füllen können. In Altenberg gibt es jetzt diese Möglichkeit.