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Die Fachoberschulen sind am BSZ der Renner

Etwa 70 junge Leute pro Jahr erwerben in Döbeln die Fachhochschulreife. Damit können sie in allen Ländern Europas studieren.

Von Jens Hoyer
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Biolehrerin Susanne Neldner (r.) mit Besuchern, die sich beim Tag der offenen Tür 2018 über Ausbildungsmöglichkeiten am BSZ informierten.
Biolehrerin Susanne Neldner (r.) mit Besuchern, die sich beim Tag der offenen Tür 2018 über Ausbildungsmöglichkeiten am BSZ informierten. © Archiv/Dietmar Thomas

Döbeln. Schlange stehen am Berufsschulzentrum, das gibt es nur einmal im Jahr – beim Tag der offenen Tür. „Die Fachoberschule interessiert die meisten Leute. Die stehen manchmal schon an, wenn wir aufmachen“, sagte Michael Winkler, stellvertretender Schulleiter des BSZ. 

Am Sonnabend ist es wieder mal so weit. Die Berufsschule öffnet ihre Klassenräume und Werkstätten. Beim Tag der offenen Tür wird sie sich in allen Bereichen und Häusern präsentieren. Die Fachoberschulen werden in mehreren Vorträgen vorgestellt.

Im Bereich Fachoberschule bietet des BSZ derzeit drei Richtungen an. Neben Wirtschaft und Technik seit einigen Jahren auch Gesundheit und Soziales. „Der erste Jahrgang dieser neuen Ausbildungsrichtung wird in diesem Jahr fertig“, sagte Winkler. 

In Döbeln gib es pro Jahrgang zwei Klassen Gesundheit und Soziales und eine Klasse Wirtschaft. Die technische Richtung wird dagegen nur im Mittweidaer Schulteil unterrichtet.

Die Fachoberschulen führen zur Fachhochschulreife. Wobei es die Fachhochschulen eigentlich nicht mehr gibt, wie Winkler sagt. „Die nennen sich jetzt alle Hochschulen. Mit dem Abschluss der Fachoberschule kann man dort alles studieren.“ 

Alle Hochschulen in Europa stehen fürs Studium offen. Das erst „Eigengewächs“ ist jetzt selbst als Lehrer am Berufschulzentrum gelandet. Der junge Mann hatte vor einigen Jahren die Fachoberschule Wirtschaft absolviert, sagte Winkler.

In diesem Jahr wird das BSZ wieder rund 70 Schüler in seine Fachoberschule aufnehmen. Das sind drei Klassen. Voraussetzung ist der Realschulabschluss. Wer schon eine einschlägige Berufsausbildung oder Berufspraxis hat, kann direkt in Klasse 12 eintreten und seinen Abschluss innerhalb eines Jahres machen.

Sehr gut läuft auch die dreijährige Ausbildung von Erziehern an der Fachschule für Sozialwesen, die das Beruflichen Schulzentrum an seinen Standorten Döbeln und Rochlitz unterhält. „Jedes Jahr werden 50 Erzieher fertig, die bekommen alle Arbeit“, sagte Winkler. Voraussetzung für diese Ausbildung ist ein abgeschlossener Berufsabschluss.

Viele Realschüler nehmen einen anderen Weg. Sie beginnen erst einmal eine Ausbildung zum Sozialassistenten am BSZ, um danach gleich an der Fachschule für Sozialwesen weiterzumachen. Nach insgesamt fünf Jahren haben sie dann den Berufsabschluss als Erzieher in der Tasche.

Die sogenannte duale Ausbildung ist das zweite wichtige Standbein des Beruflichen Schulzentrums. In Döbeln erhalten Elektroniker, wie die Elektriker heute heißen, Kraftfahrzeugmechatroniker und

Verkäufer ihre theoretische Ausbildung. Dazu kommen Lagerlogistiker, Kaufleute im Einzelhandel und Kaufleute für Büromanagement.

Im berufsvorbereitenden Jahr (BVJ) bekommen 50 Schüler ohne Lehrausbildungsvertrag erste Einblicke in künftige Berufsfelder. „Die Schüler können den Hauptschulabschluss machen“, sagte Winkler. Die Klassen werden auch von einer ganzen Reihe von Migranten besucht. „Das geht erstaunlich gut. Es gibt eigentlich keine Reibereien.“

Beim Tag der offenen Tür am Sonnabend wird sich das Berufliche Schulzentrum in allen Bereichen und Häusern vorstellen. Über Fachoberschulen wird in mehreren Vorträgen informiert.

Tag der offenen Tür am Beruflichen Schulzentrum Döbeln am 26.januar von 9 bis 12 Uhr.

 Vorstellung der Fachoberschulen um 9.30 und 11 Uhr im Zimmer C 308. 

Informationen zur Fachoberschule Gesundheit und Soziales um 10 und 11.30 Uhr im Zimmer C 206. 

Informationen zur Fachoberschule Wirtschaft im um 10 und 11.30 Uhr im Zimmer C 306.