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Die Früchte warten!

Die Erdbeerernte ist in vollem Gange. Wer Zeit hat, kann selbst pflücken. Das spart Geld und bringt nette Gesellschaft.

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© Klaus-Dieter Brühl

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Zschauitz/Gävernitz/Ponickau. Frühaufstehen lohnt sich in Gävernitz. Schon um 7 Uhr startet die Selbstpflücke der Erdbeeren vom Acker Richtung Kmehlen. Es ist ein neues Feld, nachdem die vorherige Anlage nach zwei Jahren einen Fruchtwechsel bekam. „Wir haben schöne große Beeren und eine gute Qualität“, wirbt Volkmar Zitzschmann, Geschäftsführer der Kmehlener Agrarprodukte GmbH. Auf der 3,5 Hektar großen Fläche finden sich täglich etwa 100 Pflücker ein. Viele kennen sich, sind Stammkunden. Laut Zitzschmann kommen sie auch aus dem Meißnischen oder Brandenburg. Manche sogar täglich. Sie schieben sich in den Zeilen vorwärts und naschen auch mal eine Beere.

Und das schon seit dem 20. Mai. Denn der Landwirtschaftsbetrieb hatte über 5000 Quadratmeter Folie aufgezogen und dadurch die Reife um etwa zwei Wochen vorgezogen. Bis 19 Uhr (sonntags bis 13 Uhr) kann jeden Tag selbst gepflückt oder ein Körbchen gekauft werden. Der Kilopreis liegt derzeit bei 3 Euro bei eigener Ernte bzw. 4,50 Euro für bereits gepflückte Beeren. Eine Verkaufskraft steht am Feld.

Besonders am Wochenende kommen die Leute in Scharen aus den Städten, wo nicht alle eigene Gärten zum Anbau haben. Hier bei Gävernitz können sie immerhin aus sieben Sorten wählen.Bis Anfang Juli wird die Selbstpflücke noch möglich sein.

Beregnung war notwendig

Dicht behangene Pflanzen findet man auch bei Jürgen Schneider in Zschauitz. Sein Feld am Heiligen Grund, gut zu erreichen vom Gewerbegebiet Großenhain her, ist 1,2 Hektar groß und voller praller, dunkelroter Früchte. Der Landwirt hat auf sechs Sorten aufgestockt, darunter auch neuerdings Malwina, eine sehr geschmackvolle Erdbeere. Mit Beregnung trotzte Schneider der Anfangstrockenheit im Frühjahr. Nun reifen die Früchte reichlich. Auch hier geht die Selbstpflücke bereits um 7 Uhr in der Frühe los, bis 18 Uhr kann man weitermachen. Sonntags ist Jürgen Schneider von 8 bis 12 Uhr vor Ort. „12 Kilo in der Stunde sind zu schaffen“, sagt er und würde sich freuen, wenn noch mehr junge Leute kommen, um Erdbeeren auch für Marmelade oder zum Einwecken zu pflücken. „Dieses Jahr habe ich tatsächlich weniger Selbstpflücker, weil auch die Kleingärten gute Ernte verzeichnen“, sagt er. Doch fast eine Tonne sei schon vom Feld geholt worden. 2,50 Euro bezahlt man derzeit nur fürs Kilo. Einen Verkauf gepflückter Ware bietet der Landwirt aber nur auf Vorbestellung an. Und er hat noch einen Bonus: „Bei uns parken die Fahrzeuge am Straßenrand unter schattigen Bäumen.“

Selbstpflücke auch in Reichenberg

Eine durchschnittlich gute Erdbeerernte wird es wohl werden, das hofft auch Holger Schöne vom Ponickauer Spargelhof. Er bietet Selbstpflücken am Hof auf einem halben Hektar und auf einem Feld in Reichenberg gegenüber der Star-Tankstelle an. Vier Sorten können erntefrisch gepflückt werden, täglich 8 bis 18 Uhr, am Sonntag nur bis 12 Uhr. 3,50 Euro sind dafür zu zahlen.