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Sebnitz

Die Kamelien-Flüsterin

Blüten sind der Stolz von Monika Schwenke. Sie ist inzwischen zur gefragten Ratgeberin geworden – selbst zu Nachtzeiten.

Monika Schwenke inmitten ihrer vielen Kamelien im Hohnsteiner Ortsteil Ehrenberg. © privat

Gibt es einen Blumenvirus, dann ist die Monika Schwenke aus Ehrenberg bei Hohnstein davon infiziert. Und inzwischen hat sie den Virus auch schon übertragen, auf Nachbarn, Verwandte und Bekannte. Sie ist die Kamelienzüchterin, die nicht nur einen grünen Daumen hat, sondern auch das Gespür für Kamelien entwickelt hat und voraussehen kann, wenn es ihren Pflanzen nicht gut geht. Deshalb wird sie auch immer wieder um Rat von anderen gefragt. Da kann es auch sein, dass zu mitternächtlicher Stunde bei ihr das Telefon klingelt und sie eine Ferndiagnose stellen muss.

Begonnen hat ihre Leidenschaft schon vor zig Jahren bei einer Kamelienschau im Landschloss Zuschendorf. Dort war sie eher zufällig. „Ich muss mich da wohl in die Kamelien verliebt haben“, sagt sie. Für damals noch 50 DM hatte sie ihre erste gekauft. Und diese ist ein wahres Prachtstück geworden. Noch immer treibt sie Jahr für Jahr rote Blüten. Monika Schwenke hat aber auch rosafarbene, weiße, große, kleine, breite und schmale. 18 Stück sind es mittlerweile geworden. Extra dafür wurde auch ein kleines Gewächshaus gebaut. So können die Pflanzen sogar draußen überwintern. Allerdings muss das Gewächshaus beheizt werden. So fünf bis sechs Grad über Null würden die Pflanzen benötigen. „Eigentlich sagt man, dass sie auch Minusgrade vertragen. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert“, sagt die Ehrenbergerin. Wer kein Gewächshaus bauen will, kann die Kamelien auch im Wohnzimmer stehenlassen. Doch da benötigen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine ständige Wasserversorgung. Der Wurzelballen darf nicht zu feucht stehen. Er darf aber auch nie austrocknen, rät die Expertin.

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Und sollte eine Pflanze die Blätter abwerfen oder sich keine neuen Blüten bilden, keine Panik. Einfach die Stängel etwas abschneiden und abwarten. Und im Notfall sei sie ja auch noch da. Sobald die Sonne höher steht, kommen ihre Lieblinge in den Garten, geschützt unter dem dichten Dach der Bäume. Denn zu viel Sonne wäre Gift. Im August oder September setzen die Kamelien erste Blütenknospen an. Dann werden sie mit Kameliendünger versorgt. Wenn für eines ihrer Prachtexemplare der Topf zu klein wird, dann kommen sie in einen größeren. Dafür nimmt sie normale Blumenerde und vermischt diese mit dem Waldboden aus dem eigenen Garten. Das sorgt für lockere Erde.

Spätestens im November ist die Sommerfrische für die Kamelien zu Ende. Dann müssen sie schnell ins Winterquartier, wo sie dann schon im zeitigen Frühjahr die ersten Blüten öffnen und bei Monika Schwenke für gute Laune sorgen. Und sie hat noch einen Tipp parat: Eine Kamelie mag nicht gern allein sein. Zwei wären schon eine gute Kombination.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/sebnitz vorbei.

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