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Dieter Hanitsch

Dieter Hanitsch dürfte in den vergangenen Wochen recht sauer gewesen sein. Da hatte der Leitende Polizeidirektor als amtierender Chef des Präsidiums Dresden aktiv geholfen, sein eigenes Haus im Rahmen der jüngsten Strukturreform mit abzuwickeln – und wurde selbst fast abgewickelt.

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Dieter Hanitsch dürfte in den vergangenen Wochen recht sauer gewesen sein. Da hatte der Leitende Polizeidirektor als amtierender Chef des Präsidiums Dresden aktiv geholfen, sein eigenes Haus im Rahmen der jüngsten Strukturreform mit abzuwickeln – und wurde selbst fast abgewickelt. Bei der Vergabe der neuen Chefposten in den sieben Polizeidirektionen ging er leer aus. Seit gestern ist das anders. Denn ab August leitet Hanitsch die Polizeidirektion Dresden, teilte das Innenministerium gestern mit. Der Grund: Nach nur sechs Monaten an der Spitze der Dresdner Polizei wechselte Manfred Schweizer ins Polizeipräsidium Mittelhessen. Damit wurde eine Stelle für Hanitsch frei. Angeblich hatte der sogar den Freistaat verklagt, weil er bei der Vergabe der Chefposten nicht berücksichtigt wurde. „Ich möchte den Blick nach vorne richten“, sagte Hanitsch dazu gestern.

Der 50 Jahre alte Beamte stammt aus Eisleben und begann seine Laufbahn bei der Bereitschaftspolizei. Er war lange Chef der Landespolizeidirektion Zentrale Dienste, leitete den Führungsstab im Dresdner Präsidium und hat als amtierender Chef der Behörde maßgeblich an der sächsischen Polizeireform mitgewirkt, die Ende 2004 zur Auflösung der Präsidien und zur Verringerung der Direktionen führte. „Die Verantwortung der Direktion ist gewachsen. Ich freue mich auf eine spannende Aufgabe“, sagt der neue Chef, der als ausgewiesener Fachmann bei der Bewältigung großer Einsätze gilt. (lex)