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Dippoldiswalde

Funken für ein Trampolin

Die Glückskäfer-Kitakinder in Dippoldiswalde sollen ein Trampolin bekommen. Um es zu finanzieren, haben sich die Eltern etwas ausgedacht.

Die Kinder der Heilpädagogischen Kita "Glückskäfer" in Dippoldiswalde sollen bald auch ein Trampolin haben.
Die Kinder der Heilpädagogischen Kita "Glückskäfer" in Dippoldiswalde sollen bald auch ein Trampolin haben. © privat

Im Laufe der letzten Jahre haben sie fast jeden Garten erobert. Zumindest Familien werden über kurz oder lang mit dem Wunsch der Kinder nach einem Trampolin konfrontiert. So ist es nicht besonders verwunderlich, dass sich der Elternrat der heilpädagogischen Kindertagesstätte "Glückskäfer" in der neuen Siedlung am Firstenweg  ein Trampolin für die Kindergartenkinder wünschte. 

Verwunderlich ist für Uneingeweihte vielleicht der Preis: Bei einem Durchmesser von circa drei  Metern soll das Modell, das der Elternrat ausgesucht hat, circa 2.000 Euro kosten: "Zusammen mit Extras wie einer Einstiegsleiter und einer Abdeckplane veranschlagen wir 3.000 Euro", sagt Carmen Hille vom Elternrat.

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Trampolin als Therapiegerät

"Wir wollen ein spezielles Modell, das ohne Sprungfedern auskommt", sagt sie: "Da gibt es welche, die durch Glasfaserstäbe flexibel werden, aber die sind eben auch teuer." Doch wenn das Sprungtuch fest mit dem Rand abschließt, ist die Unfallgefahr deutlich geringer: "Viele Unfälle mit Trampolinen entstehen, weil Kinder mit ihren Füßen zwischen die Sprungfedern am Rand geraten und sich so verletzen." 

Zumal einige der Glückskäfer-Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen leben, die sind besonders auf sichere Spielgeräte angewiesen.  Andererseits bieten Trampoline große Anreize, sich zu bewegen, den Körper zu koordinieren und ausdauernd zu üben. Das macht sie zu idealen Therapiegeräten. 

Finanzierung mit vielen stemmen

Trampoline mit Glasfaserstäben können zudem im Sommer und im Winter draußen stehen bleiben: "Wir wollen ja auch nicht, dass die Erzieherinnen und Erzieher noch Extraarbeit haben", sagt Hille. 

Weil viele Kinder von der Anschaffung profitieren könnten, sind die Eltern auf die Idee gekommen, die Finanzierung mit vielen zu stemmen: Sie haben ihren Wunsch auf die Crowdfunding-Plattform "99 Funken" der Ostsächsischen Sparkasse gestellt.  Dort können sich Vereine mit ihren Zielen und Ideen vorstellen und dafür werben, dass Privatpersonen oder Firmen dabei helfen, sie zu finanzieren. 

Unter dem Titel "Ein Trampolin im Kindergarten - ein Stück zum Glück!" ist das Anliegen der Glückskäfer-Eltern nun im Internet zu finden. Das Mindestziel von 2.000 Euro haben sie schon erreicht. Jetzt fehlen nur noch 700 Euro zum Ziel, 3.000 Euro zu sammeln. Dafür sind noch 40 Tage Zeit. Die Spenden können jede Größenordnung haben. Ab 25 Euro gibt's eine Kinderzeichnung als Dank. 

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