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Spektakulärer Mercedes-Diebstahl

In Ulberndorf gingen in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag Autodiebe rabiat vor. Der Sachschaden ist groß, das gestohlene Auto stark beschädigt.

Tino Heinz vor dem CBM Autohaus Ulberndorf mit den Resten des Rolltors nach Einbruch
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Tino Heinz vor dem CBM Autohaus Ulberndorf mit den Resten des Rolltors nach Einbruch . © Egbert Kamprath

Ulberndorf. Tino Heinz kann es noch immer nicht fassen, mit welcher Dreistigkeit in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag Einbrecher in seinem Ulberndorfer Autohaus CBM vorgegangen waren. 2.20 Uhr wurde er von seinem Handy geweckt, das mit der Alarmanlage in der Werkstatt verbunden ist. Auch die Anwohner wurden durch den Signalton der Sirene aufgeschreckt. So konnte eine Nachbarin vom Fenster aus noch beobachten, wie ein Auto mit großer Geschwindigkeit das Grundstück verließ und dabei noch einen Poller umfuhr. 

Zuvor hatten die Täter ein Fenster eingeschlagen, durch das sie in die Werkstatt gelangten. Dort fingen sie an, Reifen für den Abtransport bereitzustellen, lösten gleichzeitig aber auch die Alarmanlage aus. Die Unbekannten starteten daraufhin einen im Autohaus abgestellten Mercedes ML und durchbrachen in Rückwärtsfahrt damit das große Rolltor. Durch den enormen Aufprall mit dem 265-PS-Fahrzeug wurden auch Teile der Fassade herausgerissen. 

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Tino Heinz, dem das Auto selbst gehört, schätzt den Schaden am zwölf Jahre alten Wagen auf rund 12.000 Euro. Deutlich höher sind die Kosten am Gebäude. Dieser liegt nach ersten Schätzungen bei rund 50.000 Euro. Durch die umgehend eingeleitete Fahndung wurde der Mercedes sogar noch einmal entdeckt und auf der Autobahn A 17 von der Bundespolizei verfolgt. Nach der Fahrt über die Grenze gaben die Täter jedoch Gas und ihre Spur verlor sich in Tschechien.

Der dritte Einbruch ins Autohaus

Neben dem materiellen Schaden beschäftigt Tino Heinz vor allem die Ungewissheit, wann wieder etwas passiert. Für ihn ist es mittlerweile der dritte Einbruch. 2018 verschwanden zwei Wohnmobile im Wert von 150.000 Euro vom Grundstück. Der Verbleib ist bis heute unklar. „Wir liegen zwar an der B 170, aber doch ein wenig abseits. Deshalb ist da immer ein mulmiges Gefühl, gerade jetzt, wo sich die Einbrüche in Dipps häufen", sagt er. "Wir haben mehrere Sicherungen, Radkrallen an den Wohnmobilen und Alarmanlagen. Was soll ich denn noch machen“, meint der Autohändler achselzuckend dazu. 

Aber vielleicht sorgten gerade diese Vorsichtsmaßnahmen dafür, dass nicht noch mehr geklaut wurde. Unklar ist auch, ob der Mercedes entwendet werden sollte oder den aufgeschreckten Tätern nur als Fluchtauto diente. Einige Panik schien die Alarmanlage ausgelöst zu haben, das zumindest lässt die Fahrt gegen Rolltor und Poller vermuten. Auf jeden Fall entstanden erhebliche Schäden an der Karosserie, was den Wert des Fahrzeuges weiter sinken lässt.

Tino Heinz erhofft sich aus der Auswertung der aufgenommenen Videobilder, die er selbst noch nicht gesehen hat, weitere Aufklärung von dem Geschehen. Außerdem weiß er nicht, welche Rolle drei Männer in einem tschechischen Ford Fusion spielten, die vor einigen Tagen längere Zeit das Geschehen auf dem Grundstück beobachtet hatten.

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