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Ulberndorfer Hochwasserschutz fertig

Die Rote Weißeritz wird von Hochwasserschutzwänden flankiert. Auch eine Stufe musste überwunden werden.

In Ulberndorf wurde das Flussbett der Weißeritz ausgebaut.
In Ulberndorf wurde das Flussbett der Weißeritz ausgebaut. © Egbert Kamprath

Die Bauarbeiten an der Roten Weißeritz zwischen der Brücke  B170 und der Frankenmühle wurden am Mittwoch beendet, teilt die Landestalsperrenverwaltung mit. Seit Herbst 2018 wurden dort circa 1,9 Millionen Euro aus Landesmitteln verbaut, nachdem bereits 2016 in einem ersten Bauabschnitt vier Millionen Euro in den Schutz flossen. Entstanden sind zwei Hochwasserschutzwände von je 100 Metern Länge, um die Bundesstraße 170 und die Häuser auf der linken Uferseite vor Hochwasser zu schützen. Die Wände sind für Hochwasserextreme wie das im Jahr 2002 ausgelegt. 

Dabei verschwand die Wehranlage der ehemaligen Hafermühle. Um die verschiedenen Flussbett-Höhen an dieser Stelle auszugleichen, wurde dort eine sogenannte Sohlgleite quer durch den Fluss angelegt: Schwellen im Flussbett bremsen die Strömungsgeschwindigkeit ab und verhindern damit, dass das Wasser zu viel Boden auswäscht. Fische und andere Wassertiere können den Höhenunterschied von einem Meter in einer extra angelegten Rinne überwinden, die auch bei niedrigen Wasserständen nicht austrocknet. 

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Weil die Baumaßnahmen mit Eingriffen in die Natur verbunden waren, werden derzeit noch neue Pflanzen gesetzt.  Zudem wurde am Lämmergrundbach zusätzlich eine Fläche von 600 Metern Länge zum Überschwemmungsgebiet bestimmt. In dieser Aue kann sich die Natur frei entwickeln.  (SZ/sik)

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