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Diskussionen über Freitals neues Zentrum

Am „Sächsischen Wolf“ ist ein großer Neubau geplant. Auf Facebook will mancher lieber einen Park.

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© Andreas Weihs

Von Tobias Winzer

Freital. Wie soll Freitals neues Zentrum aussehen? Nachdem sich der Stadtrat in der vergangenen Woche auf ein Grobkonzept für das Grundstück an der Ecke Dresdner Straße/Poisentalstraße geeinigt hat, wird nun im Internet heftig über das Vorhaben diskutiert. Auf der Facebook-Seite der Sächsischen Zeitung überwiegt die Skepsis.

„Ich wäre für einen Stadtpark mit Spielplatz, aber als Stückchen Wald verfeinert. Das wäre mal was, oder was meint Ihr?“, schreibt Martin Felchner dort. Isabelle Haase ist ähnlicher Meinung: „Warum immer bauen bauen bauen … Einkaufsmöglichkeiten gibt’s genug hier, ob Fressalien oder Textilien … Die Panschau-Galerie ist fast leer und dieses schräge F1-Gebäude welches sein Sinn mit Sicherheit noch nicht wirklich erfüllt … Anpflanzen, schöne Grünanlage und schick ist es … Und da braucht niemand Angst haben, den Blick zum Windberg zu verlieren.“

Auch die Facebook-Nutzerin Grit Henn findet, dass ein Neubau nicht sinnvoll wäre. In der Panschau-Galerie stehe fast alles leer. „Wird einfach nicht angenommen von den Leuten … im Nachhinein schließt dann wieder alles.“

Stadt sucht Investor

Einige Nutzer haben aber auch konkrete Ideen, was in den Neubau unbedingt hineinmuss oder was eben nicht. „Ich persönlich wäre ja … für einen American Diner mit Drive-In … aber da fehlt mir das Startkapital, schreibt Kai Böziger. Und Wolfgang Schmidt meint: „Kommt immer darauf an, was man draus macht. Immobilien, Versicherungen, Banken, Pizzerien und so weiter haben wir genug.“

Bis Jahresende will die Stadt einen Investor für die Brache – ehemals Standort der Gaststätte „Sächsischer Wolf“ – gefunden haben. Derzeit wird an der Ausschreibung des Grundstücks gearbeitet. Nach den Vorstellungen der Stadt entsteht ein neues Ortszentrum, das die Stadtteile Hainsberg, Deuben und Potschappel verbindet. Geplant ist eine Art Center mit Gewerbe, Gastronomie, Wohnen, Parkplätzen, Handel, Freizeitangeboten. Das Investitionsvolumen wird auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Im Exposé wird explizit darauf hingewiesen, dass kein Einkaufszentrum entstehen soll. Lediglich die Ansiedlung eines großen Supermarktes, eines sogenannten Vollsortimenters, sei erwünscht. Darüber hinaus sollen etwa Büros, Restaurants, kleine Geschäfte und Praxen entstehen. Der Kaufpreis liegt bei mindestens 740 000 Euro. Entscheidend wird aber nicht nur sein, welcher Investor am meisten zahlt, sondern wer das beste Konzept für das Grundstück vorlegt.