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Eckhaus in Hartha verschwindet

Die Arbeiten für den Straßenbau in der Annenstraße haben begonnen. Nun ist ein weiteres Vorhaben geplant.

Das Haus an der Goethestraße 18 in Hartha soll abgerissen werden. Es ist Gefahr in Verzug.
Das Haus an der Goethestraße 18 in Hartha soll abgerissen werden. Es ist Gefahr in Verzug. © Lars Halbauer

Hartha. Offizieller Start für den Straßenbau in der Annenstraße war der 5. Oktober. Nun sind in dieser Woche endlich die Baufahrzeuge angerückt. „Die Verzögerung ist wegen Restleistungen der Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft im Baufeld entstanden“, sagte Bauamtsleiter Ronald Fischer auf Nachfrage von Sächsische.de. 

So sei ausgeschlossen, dass sich die Firmen gegenseitig behindern. Bei der langen Bauzeit, die bis Ende Mai nächsten Jahres geplant ist, sei die Verzögerung kein Problem, so der Bauamtsleiter.

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Eine Winterpause ist eingeplant. Je nach Wetterlage wird entschieden, ob weitergearbeitet werden kann. „Wir sind aber bestrebt, eher fertig zu sein“, sagte Fischer.

Den Auftrag für die Sanierung der Straße haben die Harthaer Stadträte an die Firma STI Bau aus Ziegra vergeben. Sie unterbreitete mit reichlich 412.000 Euro das wirtschaftlichste Angebot von fünf Bewerbern. Im Harthaer Haushalt waren für den Bau 458.000 Euro eingestellt worden. Die Förderung beträgt 80 Prozent.

Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) drückte zur Ratssitzung im September seine Erleichterung darüber aus, dass es Geld vom Freistaat für den grundhaften Ausbau gibt. „Wir freuen uns, dass der Bau der Annenstraße gefördert wird“, so Kunze. Hätte es kein Fördergeld gegeben, wäre die Straße vorerst mit einer Behelfsdecke geschlossen worden. „Das hätte aber bedeutet, dass wir die Straße später noch einmal aufreißen müssten. Dieses Szenario ist uns erspart geblieben“, so Ronald Kunze.

Sanierung in drei Bauabschnitten

In dieser Woche hat der Straßenbau in der Annenstraße begonnen. Bis Ende Mai soll alles fertig sein.
In dieser Woche hat der Straßenbau in der Annenstraße begonnen. Bis Ende Mai soll alles fertig sein. © Lars Halbauer

Die Sanierung erfolgt in drei Bauabschnitten. Zunächst wird von der Karl-Marx-Straße bis zur Goethestraße gebaut. Danach folgt der Kreuzungsbereich Goethe-/Annenstraße und schließlich der Abschnitt zwischen Goethe- und Gerhart-Hauptmann-Straße.

In diesem Bereich wird Envia M noch einmal tätig. Außerdem kommen Leerrohre für den Breitbandausbau in den Unterbau der Straße. Die wird grundhaft ausgebaut. Das heißt, auf die vorhandene Decke kommen eine Schottertragschicht, eine Asphalttragschicht und zum Schluss eine Deckschicht. Alles zusammen hat eine Tiefe von 60 Zentimetern. Außerdem wird im Zuge des Straßenbaus die Beleuchtung erneuert. Die Gehwege erhalten ein bräunliches Betonpflaster. „Damit wollen wir an die Gestaltung der Gehwege in der Innenstadt anknüpfen. Dort wurde, der Historie entsprechend, Klinkerpflaster verlegt. Es hat sich herausgestellt, dass dieses Pflaster nicht besonders geeignet ist. An der Farbgestaltung wollen wir aber festhalten“, sagte der Bauamtsleiter.

Wie der Kreuzungsbereich gestaltet wird, ist noch offen. Ein Anwohner fragte zur Ratssitzung im September an, ob die Einfahrt des Parkplatzes Annen-/Goethestraße verlegt werden könnte. „Die Einfahrt erfolgt jetzt über die Goethestraße und ist von Ortsfremden eher schwer zu finden. Die Zufahrt von der Annenstraße wäre besser“, so seine Meinung.

Landkreis lässt Haus abreißen

An der Annenstraße wird nicht nur aufgebaut, sondern auch abgerissen. Schon seit Dezember 2018 ist der Gehweg an der Ecke Goethestraße/Annenstraße gesperrt. Das Haus Goetehstraße 18 ist in einem schlechten Zustand. Das Dach hatte eine Delle und im Innern war eine Mauer zusammengebrochen. Auch die Dachrinnen sind kaputt. „Aufgrund des desolaten Zustandes sind keine Reparaturen möglich“, sagte damals der Bauamtsleiter. Es war Gefahr in Verzug. Die Stadt hat bei herrenlosen Gebäuden, und das ist das Haus Nummer 18, die Verkehrssicherungspflicht.

Das Bauamt von Hartha wandte sich an die Bauordnungsbehörde des Landkreises Mittelsachsen, um nach einer Lösung zu suchen. Die ist nun gefunden worden. „Aufgrund der Baufälligkeit stellt das Gebäude eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar. Gegenwärtig läuft die Ausschreibung für den Abriss“, teilte die Pressereferentin des Landkreises Cornelia Kluge auf Anfrage von Sächsische.de mit. 

Sie könne zur Höhe der Kosten und wer den Auftrag bekommt, noch nichts sagen. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. „Wir sind froh über diese Entscheidung. Das Haus wird komplett zurückgebaut“, sagte Ronald Fischer. Wenn feststehe, welche Firma baut, müsse eine Technologie entwickelt werden, damit sich beide Maßnahmen nicht überschneiden. (mit fk)

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