merken
PLUS Döbeln

Mal Schaufenster in Hartha gestalten

Eine Harthaerin wünscht sich mehr Farbe in der Stadt. Sie hat auch eine Idee. Doch die Umsetzung ist schwierig.

Im ehemaligen Haus der Geschenke ist die Begegnungsstätte eingezogen. damit wurde auch die Ansicht wesentlich verbessert.
Im ehemaligen Haus der Geschenke ist die Begegnungsstätte eingezogen. damit wurde auch die Ansicht wesentlich verbessert. © Dietmar Thomas

Die Stadt ist an vielen Stellen einfach nur grau und trist. Vor allem die Dresdener Straße, an der es früher einmal viele Läden gab, hinterlässt– bis auf wenige Ausnahmen – einen schlechten Eindruck. Über diese Straßen fahren viele Auswärtige. Nichts lädt zu einem Zwischenstopp ein. So ist es kein Wunder, dass schon der erste Anblick, den der Gast bekommt, nicht der beste ist. Nicht einmal bei den Schaufenstern.

Für diese wünscht sich eine Harthaerin, dass sie gestaltet werden, auch wenn es die Läden nicht mehr gibt. „Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Kitas, Schulen oder Vereine Patenschaften übernehmen und so mehr Farbe in die Stadt kommt. Und nicht nur das.

Familienkompass 2020
Familienkompass 2020
Familienkompass 2020

Welche Ergebnisse bringt der Familienkompass 2020 für die sächsischen Gemeinden und unsere Region hervor? Auf sächsische.de bekommen Sie alle Infos!

2023 feiert die Stadt ihren 800. Geburtstag. In Vorbereitung dieses Festes könnten doch die Schaufenster gestaltet werden“, sagte die Harthaerin.

Stadtrat wollte Idee schon vor Jahren umsetzen

„Die Idee ist gut, die Umsetzung nicht machbar“, sagte CDU-Stadtrat Ronny Walter. Denn vor acht Jahren hatte er ebenfalls mit dem Gedanken gespielt, Patenschaften für Schaufenster zu vergeben. Er sei an diesem Vorhaben gescheitert, so Walter.

Das hatte vor allem zwei Gründe: Die meisten ehemaligen Läden mit Schaufenster befinden sich in privater Hand. „Ich habe damals viele Hauseigentümer angesprochen. Doch die waren nicht bereit, bei diesem Vorhaben mitzuziehen. Nicht einmal der Harthaer Gewerbeverein habe sich an dem Projekt beteiligt. Das sei sehr schade gewesen, so der Stadtrat.

Ein positives Beispiel für die Gestaltung von Schaufenstern, hinter dem sich kein Laden mehr verbirgt, ist das an der Karl-Marx-Straße. Die Räume des ehemaligen Hauses der Geschenke werden als Begegnungsstätte für Menschen mit Migrationshintergrund genutzt.

Darauf hatten sich der Helferkreis der Stadt, die Wohnbau Hartha, die Stadtverwaltung und das Landratsamt Mittelsachsen geeinigt. Die Begegnungsstätte steht aber auch Vereinen und Institutionen offen, um Versammlungen oder Beratungen durchzuführen. Eine private Nutzung für Feiern ist ausgeschlossen.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln