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Das sind die besten Döbelner Schüler

Sie haben an der Oberschule, dem Gymnasium und dem Beruflichen Schulzentrum Traumnoten erreicht. Einige sogar mit vorfristigem Abschluss.

Isabel Neitsch, Annabell Kempter, Frances Sähmisch, Chayenne Köhler und Theresa Schubert
haben sich in das Goldene Buch des Beruflichen Schulzentrums Döbeln eingetragen.
Isabel Neitsch, Annabell Kempter, Frances Sähmisch, Chayenne Köhler und Theresa Schubert haben sich in das Goldene Buch des Beruflichen Schulzentrums Döbeln eingetragen. © Dietmar Thomas

Von Cathrin Reichelt, Jens Hoyer und Eric Mittmann

Region Döbeln. Der Abschlussjahrgang 2021 des Beruflichen Schulzentrums Döbeln ist ein besonderer – und das in mehrfacher Hinsicht. „Es ist der erste Jahrgang, bei dem sich nur Frauen in das Goldene Buch der Schule eingetragen haben“, sagt der stellvertretende Schulleiter Michael Winkler.

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Eine der fünf jungen Damen hatte sich zudem für eine für Mädchen untypische Ausbildung entschieden. Obwohl Theresa Schubert bereits eine Weile Lehramt studiert hatte, „fand ich etwas mit Technik besser“, sagt sie. In einer verkürzten Ausbildungszeit schaffte sie den Abschluss als Kfz-Mechatronikerin mit der Traumnote von 1,0.

Michael Winkler ist überrascht vom Abschneiden des Corona-Jahrgangs. Von mehr als 60 Absolventen haben nur zwei nicht bestanden. Praktika waren nicht möglich, die praktische Prüfung musste in der Schule erfolgen und trotzdem haben die Fachoberschüler des Bereiches Soziales mit einem Durchschnitt von 2,2 abgeschlossen. Sonst lag er meist bei 2,4.

Vier Gymnasiasten mit einer 1,0

Seit dem Neustart des Döbelner Lessing-Gymnasiums 1993 gab es das noch nie: Gleich vier Schülerinnen und ein Schüler haben mit dem Durchschnitt 1,0 abgeschlossen, sagte Schulleiter Michael Höhme.

Alle 79 Schüler haben bestanden – mit einem Durchschnitt von 2,21. Das ist das zweitbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre. Corona hatte Erschwernisse, aber auch einen Vorteil gebracht: Die Schüler konnten sich ganz auf ihre Prüfungsfächer konzentrieren. Das bedeutete allerdings auch nachsitzen.

Anders als bei anderen Abi-Jahrgängen ging der Unterricht fast bis zum Schluss. Alle anderen Fächer, die in die Wertung einflossen, wurden nachgeholt. „Die Schüler durften sich zwei aussuchen. Manche haben auch fünf oder sechs belegt, um die Note zu verbessern“, sagte Höhme.

Isabel Neitsch (21) hat ihre Ausbildung zur Sozialassistentin am BSZ Döbeln in verkürzter Lehrzeit mit 1,0 abgeschlossen. Sie möchte Erzieherin werden. Deshalb lernt sie ab September im BSZ weiter.
Isabel Neitsch (21) hat ihre Ausbildung zur Sozialassistentin am BSZ Döbeln in verkürzter Lehrzeit mit 1,0 abgeschlossen. Sie möchte Erzieherin werden. Deshalb lernt sie ab September im BSZ weiter. © Dietmar Thomas
Chayenne Köhler (24) ist jetzt Kauffrau im Einzelhandel. In einer verkürzten Lehrzeit am BSZ Döbeln hat sie einen Durchschnitt von 1,1 erreicht und arbeitet nun bei der Firma Wreesmann in Großvoigtsberg.
Chayenne Köhler (24) ist jetzt Kauffrau im Einzelhandel. In einer verkürzten Lehrzeit am BSZ Döbeln hat sie einen Durchschnitt von 1,1 erreicht und arbeitet nun bei der Firma Wreesmann in Großvoigtsberg. © Dietmar Thomas
Theresa Schubert (26) hat sich am BSZ Döbeln zur Kfz-Mechatronikerin ausbilden lassen, vorzeitig ausgelernt und mit 1,0 abgeschlossen. Jetzt repariert sie Fahrzeuge in einer freien Werkstatt.
Theresa Schubert (26) hat sich am BSZ Döbeln zur Kfz-Mechatronikerin ausbilden lassen, vorzeitig ausgelernt und mit 1,0 abgeschlossen. Jetzt repariert sie Fahrzeuge in einer freien Werkstatt. © Dietmar Thomas
Frances Sähmisch (22) hat nach der Fachhochschulreife am BSZ Döbeln Sozialassistentin gelernt und nun die Erzieherausbildung mit 1,1 beendet. Sie betreut die Kinder in einer Mittweidaer Kita.
Frances Sähmisch (22) hat nach der Fachhochschulreife am BSZ Döbeln Sozialassistentin gelernt und nun die Erzieherausbildung mit 1,1 beendet. Sie betreut die Kinder in einer Mittweidaer Kita. © Dietmar Thomas
Annabell Kempter (18) hat die Fachoberschule Gesundheit und Soziales des BSZ Döbeln mit 1,2 abgeschlossen. Jetzt folgt die Ausbildung zur Erzieherin und später eventuell ein Lehramts-Studium.
Annabell Kempter (18) hat die Fachoberschule Gesundheit und Soziales des BSZ Döbeln mit 1,2 abgeschlossen. Jetzt folgt die Ausbildung zur Erzieherin und später eventuell ein Lehramts-Studium. © Dietmar Thomas
Leonie Parsiegel absolvierte am Harthaer Gymnasium den Physik-Leistungskurs. Auch Kunst war ein Lieblingsfach. Das Abitur hat sie mit 1,2 beendet. Nun möchte sie am liebsten in Leipzig Physik studieren.
Leonie Parsiegel absolvierte am Harthaer Gymnasium den Physik-Leistungskurs. Auch Kunst war ein Lieblingsfach. Das Abitur hat sie mit 1,2 beendet. Nun möchte sie am liebsten in Leipzig Physik studieren. © Dietmar Thomas
Lucas Weise hat das Abitur am Gymnasium Hartha mit der Bestnote von 1,0 gemeistert. Lucas möchte sich einen Lebenstraum erfüllen, wie er selbst sagt: „Ich möchte Medizin studieren, vorrangig in Leipzig.“
Lucas Weise hat das Abitur am Gymnasium Hartha mit der Bestnote von 1,0 gemeistert. Lucas möchte sich einen Lebenstraum erfüllen, wie er selbst sagt: „Ich möchte Medizin studieren, vorrangig in Leipzig.“ © Dietmar Thomas
Celine Walther beginnt ein duales Studium im Fach Immobilienwirtschaft in Leipzig. Am Harthaer Gymnasium belegte sie den Leistungskurs Englisch und schloss das Abitur mit der Note 1,1 ab.
Celine Walther beginnt ein duales Studium im Fach Immobilienwirtschaft in Leipzig. Am Harthaer Gymnasium belegte sie den Leistungskurs Englisch und schloss das Abitur mit der Note 1,1 ab. © Dietmar Thomas
Lisa Marie Fiesel aus Haßlau hat am Lessing-Gymnasium mit dem Durchschnitt 1,0 abgeschlossen. Die 19-Jährige will ein Duales Studium bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland beginnen.
Lisa Marie Fiesel aus Haßlau hat am Lessing-Gymnasium mit dem Durchschnitt 1,0 abgeschlossen. Die 19-Jährige will ein Duales Studium bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland beginnen. © Dietmar Thomas
Elias Hesse aus Ostrau hat am Lessing-Gymnasium durchweg mit Note 1 abgeschlossen. Sein Lieblingsfach: Physik. Das will er zum Beruf machen. Der 18-Jährige wird sich für ein Studium an der Uni Leipzig bewerben.
Elias Hesse aus Ostrau hat am Lessing-Gymnasium durchweg mit Note 1 abgeschlossen. Sein Lieblingsfach: Physik. Das will er zum Beruf machen. Der 18-Jährige wird sich für ein Studium an der Uni Leipzig bewerben. © Dietmar Thomas
Lara-Sofie Berger hat sich für ein Studium der Zahnmedizin entschieden. Der Mix aus Handwerk und Arbeit mit Menschen gefällt ihr. Die Voraussetzungen hat sie mit einem Abschluss von 1,0 am Lessing-Gymnasium.
Lara-Sofie Berger hat sich für ein Studium der Zahnmedizin entschieden. Der Mix aus Handwerk und Arbeit mit Menschen gefällt ihr. Die Voraussetzungen hat sie mit einem Abschluss von 1,0 am Lessing-Gymnasium. © Dietmar Thomas
Lillian Langer aus Döbeln ist eine der Schülerinnen, die den Abschluss am Lessing-Gymnasium mit 1,0 geschafft haben. Sie will Physik und digitale Technologie an der Uni in Halle studieren.
Lillian Langer aus Döbeln ist eine der Schülerinnen, die den Abschluss am Lessing-Gymnasium mit 1,0 geschafft haben. Sie will Physik und digitale Technologie an der Uni in Halle studieren. © Dietmar Thomas
Felix Biber hat mit einem Durchschnitt von 1,06 den besten Abschluss des Abgangsjahrgangs der Oberschule Waldheim geschafft. Die einzige Zwei steht im Fach Deutsch auf seinem Zeugnis. Das Lernen sei ihm leicht gefallen. Den Unterrichtsstoff habe er meistens bereits in der Schule gut verstanden, sich dann aber trotzdem Zuhause noch hingesetzt und die Themen nachgearbeitet, um ganz sicher zu sein. Für ein Lieblingsfach kann er sich fast nicht entscheiden. „Alles, was kreativ ist“, sagt er und legt sich dann doch auf Mathematik und Physik fest. Im Herbst wechselt er auf das berufliche Gymnasium nach Freiberg. Dabei hat er sich für die Fachrichtung Maschinenbau entschieden. Diese könnte er sich auch als Studium vorstellen. Aber darauf festlegen will er sich heute noch nicht.
Felix Biber hat mit einem Durchschnitt von 1,06 den besten Abschluss des Abgangsjahrgangs der Oberschule Waldheim geschafft. Die einzige Zwei steht im Fach Deutsch auf seinem Zeugnis. Das Lernen sei ihm leicht gefallen. Den Unterrichtsstoff habe er meistens bereits in der Schule gut verstanden, sich dann aber trotzdem Zuhause noch hingesetzt und die Themen nachgearbeitet, um ganz sicher zu sein. Für ein Lieblingsfach kann er sich fast nicht entscheiden. „Alles, was kreativ ist“, sagt er und legt sich dann doch auf Mathematik und Physik fest. Im Herbst wechselt er auf das berufliche Gymnasium nach Freiberg. Dabei hat er sich für die Fachrichtung Maschinenbau entschieden. Diese könnte er sich auch als Studium vorstellen. Aber darauf festlegen will er sich heute noch nicht. © Dietmar Thomas

Weiter ans berufliche Gymnasium

Auch Jan Genscher, Leiter der Waldheimer Oberschule, spricht von einem guten Jahrgang. Seit Januar konnte der Präsenzunterricht für die Abschlussschüler in der Schule erfolgen. Bestanden haben alle.

„Die Hauptschüler haben sich wirklich selbst übertroffen“, lobt Genscher. Ihnen falle das Lernen nicht so leicht. Aber sie hätten die Prüfungen mit Bravour gemeistert. „Ich bin positiv beeindruckt“, so Genscher.

Einige der Realschüler lernen an beruflichen Gymnasien weiter. Von den anderen habe die Mehrheit einen Ausbildungsplatz sicher. Vieles habe trotz Pandemie besser funktioniert als gedacht.

Harthaer wollen Lehrer werden

Die 71 Abiturienten des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha haben sich am Freitag in der Hartharena mit viel Tanz und so mancher Showeinlage von ihrer Schule verabschiedet. Schulleiterin Heike Geißler veranschaulichte die Entwicklung ihrer Schützlinge über die vergangenen acht Jahre mit ihrer Pünktlichkeit und ihrem Grußverhalten, was sowohl für einige Lacher sorgte, als auch ihren Reifeprozess verdeutlichte.

Für viele der Schüler steht nun erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr an, bevor es ans Studieren geht. Lehramt soll bei den Harthaern hoch im Kurs stehen, manch einer hat jedoch auch eine Ausbildung in Aussicht.

„Für uns öffnet sich heute die Tür in die große, weite Welt“, erklärte Emily Mittmann in ihrer Abiball-Rede. „Auch wenn es erst mal Studium oder Ausbildung heißt, steht sie uns nun mit all ihren Möglichkeiten offen und ich hoffe, sie ist bereit. Bereit, von uns verändert zu werden.“

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