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Die Stadt Döbeln muss 11.000 Menschen befragen

Beim Zensus werden Daten über Gebäude und die Bewohner des Altkreises erhoben. Dabei sollen 120 Ehrenamtliche helfen.

Von Jens Hoyer
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Andreas Schön ist Leiter der Erhebungsstelle für den Zensus in der Region Döbeln.
Andreas Schön ist Leiter der Erhebungsstelle für den Zensus in der Region Döbeln. © Jens Hoyer

Döbeln. Alle zehn Jahre frischen die statistischen Ämter der Länder und des Bundes ihre Datenbestände auf. Beim sogenannten Zensus werden Gebäude und Wohnungen erfasst und Menschen nach ihren Lebensumständen befragt. Für den Altkreis hat die Stadt Döbeln diese Aufgabe übertragen bekommen. Leiter der Erhebungsstelle ist Andreas Schön, eigentlich Sachgebietsleiter für Soziales und Wohnen bei der Stadtverwaltung.

Für das Statistische Landesamt Kamenz, das als übergeordnete Behörde den Zensus leitet, sind zwei Arten von Daten interessant. Zum einen über den Gebäude- und Wohnraumbestand. Daran werden alle Besitzer von Häusern beteiligt.

Gebäudeerhebung vor allem online

Etwa 62.000 Gebäude gibt es im Altkreis Döbeln, sagte Schön. Zu 90 Prozent soll diese Befragung online ablaufen. Die Hausbesitzer können die Fragebögen im Internet ausfüllen und abgeben. Wer dazu nicht in der Lage ist, kann die Angaben gegenüber der Erhebungsstelle machen.

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Sehr viel aufwendiger ist dagegen die Erhebung der demografischen Bevölkerungsdaten. Dazu sollen im Bereich der Erhebungsstelle im Altkreis rund 11.000 Menschen befragt werden. Etwa die Hälfte der Personen werde dabei zu Hause einer einfacheren Befragung zu Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit unterzogen.

Bei der anderen Hälfte ist die Befragung aufwendiger, weil mehr Daten zu den Lebensumständen, wie Schulbildung, Ausbildung, Einkommen und anderes abgefragt werden.

120 Helfer werden gesucht

Die Befragungen sollen 120 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte übernehmen, sagte Schön. Die Helfer erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung, die im durchschnittlich 450 Euro beträgt, dazu kommt die Erstattung der Fahrkosten. Denn die Befrager müssen mobil sein.

„Die Helfer sollten organisatorisches Talent mitbringen, volljährig und zuverlässig sein“, sagte Schön. Die „heiße Phase“ der Bürgerbefragung sei etwa von Mai bis Juli. Vorher sollen die freien Mitarbeiter noch geschult werden.

Die 11.000 Befragten werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Beteiligung am Zensus ist Bürgerpflicht und Schön hofft auf die Mitarbeit der Befragten. „Die Interviewer sollen sich dort nicht mit den Leuten streiten. Um diejenigen, die sich nicht beteiligen wollen, kümmert sich das Statistische Landesamt in Kamenz.“

Wer als Erhebungsbeauftragter mitarbeiten möchte, kann sich unter Tel. 03431 579115 oder 579204 melden.